Abo

Der neue „Herr“ der Rheinaue

2 min

BONN. Der Betreiber für das größte innerstädtische Erholungsgelände der Region, den auf Bonner Seite rund 125 Hektar umfassenden Freizeitpark Rheinaue, steht fest: Ab 1. Juni ist Dirk Dötsch neuer Mieter des Parkrestaurants Rheinaue einschließlich der zugehörigen Freiflächen und des Biergartens sowie des Verkaufskioskes (ehemaliger Postpavillon) am Haupteingang.

Gestern unterzeichneten Dötsch (Bild), bisher Betriebsleiter des zuvor von Jürgen Sieger geführten Parkrestaurants, und der Leiter des Liegenschaftsamtes der Stadt Bonn, Martin Krämer, den Vertrag.

Die Rheinaue ist nicht nur bei Bonner Bürgern ein beliebtes Ausflugsziel, auch Besucher aus den umliegenden Gemeinden kommen gern in das ehemalige Bundesgartenschaugelände, um Bötchen zu fahren oder spazieren zu gehen. Sie soll unbedingt als „grüne Lunge" der Stadt erhalten bleiben. Das bekräftigte der Rat, als er sich Anfang 2007 dafür entschied, den Bewirtschaftungsvertrag neu auszuschreiben. Alle in der Rheinaue geplanten Veranstaltungen sollten sich dem Ziel „Erholungsgelände" unterordnen, forderte er

Jetzt steht fest, das der neue Pächter Dötsch zusätzlich zum Parkrestaurant (siehe Infokasten) das Alleinbewirtschaftungsrecht im linksrheinischen Parkgelände bei der Bonner Bierbörse erhält und er jährlich drei eigene, maximal jeweils dreitägige Veranstaltungen in dem Gelände stattfinden lassen darf. Außerdem obliegt ihm die gesamte Organisation und Bewirtschaftung der traditionellen Flohmärkte in der Rheinaue. Die Minigolfanlage wird ebenso von dem Vertrag erfasst wie der Eisverkauf an höchstens fünf Eiswagen; im Winter dürfen drei Wagen mit Waffeln oder Crepe betrieben werden.

Ansonsten hat die Stadt als Grundstückeigentümerin das Alleinbewirtschaftungsrecht bei allen anderen Events auf der Bonner Seite des Rheinauenparks wie etwa „Rhein in Flammen", „R(h)einkultur" oder Familienspielefest. Außerdem behält sie sich das Recht vor, weitere Großveranstaltungen auf dem Gelände stattfinden zu lassen.

Der Vertrag zwischen Stadt und Dötsch endet am 31. Mai 2018 und räumt dann Optionen zur Verlängerung um zweimal fünf Jahre ein. Der Pächter hat sich weiter dazu verpflichtet, die öffentlichen Toiletten im Parkrestaurant und die Toilettenanlagen am ehemaligen Postpavillon zu warten. (EB)