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Der Neue ist ein alter Bekannter

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PULHEIM. Mit etwas Wehmut führt Pfarrer Peter Cryan durch den sonnendurchfluteten Pfarrgarten von St. Gereon in Köln-Merheim. Knorrige alte Obstbäume, Blumen und wilder Wein prägen die Idylle gegenüber in diesem dörflichen Stadtteil. „Es ist wichtig, einen solchen Ort zu verlassen, bevor man restlos mit ihm verwachsen ist“, sinniert Cryan mit pragmatischem Unterton.

Doch was den 41-Jährigen nach diesem Paradies erwartet, ist sicher nicht die Hölle. Ab September ist er der neue Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus in Brauweiler. Am 12. September wird Peter Cryan mit einem feierlichen Gottesdienst offiziell in die seit längerem verwaiste Gemeinde eingeführt.

Die neue Wirkungsstätte ist für ihn keine fremdes Land. Viele gute Bekannte wird er in Pulheim treffen. In Neuss absolvierte Cryan kurz nach dem abgeschlossenen Theologiestudium ein Viermonatsseminar. Sein damaliger Chef war Pfarrer Walter Schmickler. Auch seine erste Kaplansstelle bekam Cryan in Pulheim, in St. Cosmas und Damian. So trifft er auch Dechant Hubert Ludwikowski wieder.

„Ich freue mich richtig auf die neue Aufgabe, da ich in eine sehr gut organisierte und aktive Gemeinde komme. Pfarrer Peter-Michael Wandel hat dort eine gute Atmosphäre geschaffen“, weiß Cryan. Vor allem weiß er um die Selbstständigkeit der Gemeindemitglieder. In der langen Zeit ohne Pfarrer trugen die vielen Ehrenamtlichen die Last der Gemeindearbeit. Hier wolle er ansetzen, diese Selbstständigkeit unterstützen.

Natürlich müsse er sich erst ein Bild von der Gemeinde machen, bevor er eigene Akzente setzen könne. Doch schon jetzt hat er sich vorgenommen, seine Kraft vor allem in die Kinder- und Jugendarbeit zu investieren.

Seit Mitte Juni steht fest, dass Peter Cryan die Nachfolge von Pfarrer Wandel in Brauweiler antreten wird. Nach einer Anfrage der Personalabteilung der Erzdiözese Köln hatte sich Cryan für dieses Amt beworben.

Geboren ist Cryan 1963 in Newcastle nahe der schottischen Grenze. Vater Maurice war als Soldat nach dem Krieg in Köln stationiert, wo er seine Frau Roswitha kennen lernte. Ende der 50er Jahre zog das Paar nach England. Bis zum achten Lebensjahr ging Peter Cryan dort zur Schule. 1971 zog es die Cryans zurück ins Rheinland, nach Frechen-Königsdorf. Nach dem Abitur studierte er in Bonn und München Theologie und Philosophie. Geweiht wurde Cryan im Kölner Dom von Kardinal Meisner, den ihn nun nach Brauweiler rief.