KÜRTEN-WEIER. Bounty ist schon da.
Neugierig beschnuppert der Mischlingsrüde die schöne, neue Hundewelt. Der Vierbeiner, der einer Ehrenamtlerin des Tierschutzvereins Rhein-Berg gehört, ist die Vorhut für den schmucken Tierheim-Neubau im Kürtener Ortsteil Weier.
Dem gefällt s hier, sagt Geschäftsführerin Hedi Rupp bei einem Rundgang durchs künftige Domizil. Hier entsteht das schönste Tierheim in Deutschland, schwärmt sie.
Nach 14 Monaten Bauzeit legen derzeit die Handwerker den letzten Schliff an den Bau. Am 5. November ist Einweihung, dann soll das meiste fertig sein. Die letzten Wochen hat es kaum einen Tag gegeben, an dem Hedi Rupp und ihre Mitstreiter nicht in Weier mitgeholfen haben. Ein Riesenprojekt für unseren Verein. Das macht man nur einmal im Leben, sagt die Geschäftsführerin. 900 000 Euro, alles aus Spenden und Erbschaften, sind in Weier verbaut worden.
Im Katzenhaus sieht es schon nach Einzug aus: Es fehlen nur noch die Kratzbäume. 10 großzügig geschnittene Boxen mit Freilauf nach draußen sind entstanden. Kein Vergleich zu unserem Haus am Petersberg, erklärt die Geschäftsführerin stolz. Durch eine Katzenklappe können die kleinen Wuschel jederzeit ins Freie laufen.
Auch die Besucher profitieren: Sie können künftig von außen einen Blick auf ihre Lieblinge werfen.
Auch in der Hunde-Abteilung steht der Bezug unmittelbar bevor. Platz für 24 Boxen bietet das neue Haus, am Altstandort waren die Tierschützer auf 15 Hunde beschränkt. Wir werden auf jeden Fall mehr Pensionshunde aufnehmen können, berichtet Hedi Rupp. Gerade zu Urlaubszeiten verspricht sie sich einiges von dem neuen Service. Neu ist auch das Kleintierhaus für Kaninchen, Meerschweinchen & Co. und eine separate Vogel-Voliere. Richtig zum Gucken, schwärmt die Vereinschefin. Im Dachgeschoss findet sich künftig die Wohnung der Tierheim-Leitung. Zukunftsmusik bleibt vorerst ein Hundeerziehungszentrum, das auf dem Freigelände des 25 000 Quadratmeter großen Grundstücks entstehen soll. Die Genehmigungen laufen, so Rupp. Auch der Besprechungsraum wird erst zu einem späteren Termin fertig eingerichtet.
Unmittelbar vor der Einweihung steht der Umzug von Petersberg nach Weier an. Das wird aber keine große Sache, glaubt die Ehrenamtlerin. Zwei, drei Tage reichten dafür aus. Katzen und Kleintiere werde man per Transportbox in ihre neue Heimat bringen, die Hunde sollen von Helfern nach Weier geführt werden. Ist ja nur ein Kilometer über den Berg.
Zurückbleiben Schafe und Ziegen: Sie sollen folgen, wenn das Freigelände entsprechend hergerichtet.
Auch einen Käufer für die Alt-Immobilie sucht der Tierschutzverein noch händeringend. Für 275 000 Euro ist das Tierheim plus 8300 Quadratmeter großem Grundstück zu haben.