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Diakoniewerk hat den Chef entlassen

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Wegen gravierender Managementfehler und schwerer Fehler in der Personalführung hat das Kuratorium des Diakoniewerkes Michaelshoven seinen Vorstandsvorsitzenden, Pfarrer Reinhard Hackler, nach seiner Sitzung am 2. Mai fristlos entlassen. Der Vorwurf, Hackler habe Spendengelder veruntreut, sei falsch, wies Pressesprecher Yorck C. Weber anders lautende Vermutungen strikt zurück: „Es gibt auch keinerlei strafrechtliche Untersuchungen.“ Hacklers Vorstandskollege Dr. Stefan Ziegler übernimmt seine Aufgabe; übergangsweise wurde Professor Dr. Hans-Peter Riedel, Leiter des Unternehmensbereichs Berufsförderungswerk, neu in den Vorstand berufen.

Die Unstimmigkeiten zwischen Hackler (60), der fast 18 Jahre im Amt war, und der Geschäftsführerebene hatten sich offenbar über längere Zeit aufgebaut. Schließlich traten die Geschäftsführer an das Kuratorium heran und trugen dort ihre Vorwürfe vor. Eine Zusammenarbeit mit Hackler sei nicht mehr möglich. Nach Prüfung der Sachlage wurden dem Vorstandsvorsitzenden seine Funktionen im Diakoniewerk entzogen, er musste seinen Dienstwagen abgeben, und er bekam Hausverbot, das inzwischen aber wieder aufgehoben wurde. Hackler war gestern zu einer Stellungnahme nicht erreichbar; ob er sich juristisch gegen seine Entlassung wehren wird, konnte Pressesprecher Weber nicht sagen.

Das vor 50 Jahren gegründete Diakoniewerk Michaelshoven an der Sürther Straße ist fast ein eigener Stadtteil in Rodenkirchen. Es ist der größte diakonische Träger im Raum Köln mit mehr als 1500 Mitarbeitern, die rund 3500 Menschen betreuen. Es unterhält die vier Unternehmensbereiche Senioren, Kinder- und Jugendhilfe / Behindertenhilfe, Wohnungslosenhilfe sowie Berufsförderungswerk und Berufskolleg. (vol)