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Die enge Verbindung bleibt

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BRÜHL. Wenn Hartmut Giesler Bier trinkt, ist es ein Giesler - was sonst? In Flaschen ist das Ur-Brühler-Bier nach wie vor im Handel zu haben. Der Gerstensaft wird zwar nicht mehr in den Anlagen in Brühl gebraut, sondern im Hause von Dom-Kölsch in Köln, aber das stört Giesler Senior wenig, wenn sich die Schaumkrone im gefüllten Glas bildet. „Dieses Bier schmeckt mir einfach“, sagt er.

Seit Monaten wird in Brühl heftig über die Zukunft des alten Brauerei-Areals in der Innenstadt diskutiert: über die Art der Nutzung, den richtigen Mix im Einzelhandelsangebot, Architektur und Anbindung. Unstrittig ist lediglich der Name: Giesler-Galerie. Dabei hat den Ex-Brauerei-Seniorchef bislang niemand gefragt, ob er seinen Namen für ein Einkaufszentrum in Brühl stiften möchte. Dagegen hat er jedoch nichts. „Der Name Giesler ist sehr eng mit der Geschichte der Stadt verbunden, deshalb wäre es schön, wenn der Bezug erhalten bleibt“, meint Hartmut Giesler.

Die Gieslers waren in Brühl schon eine bekannte Familie, bevor sie ihre Leidenschaft für die Bier-Brauerei entdeckten. Im Jahre 1832 kaufte Friedrich Theodor Giesler, der Urgroßvater von Hartmut Giesler, das Schloss Falkenlust und wohnte dort mit seiner Familie. Erst 1960 verkaufte Wolfgang Giesler das Schloss an das Land Nordrhein-Westfalen. Friedrich Theodors Sohn Friedrich stieg zunächst in eine Sektfabrik in Frankreich ein. 1874 kaufte er die Brauerei in Brühl von Früh, die bereits seit 1850 in der Schlossstadt produzierten. Der markante Turm wurde um die Jahrhundertwende erbaut. Hartmut Giesler ist froh, dass dieses Bauwerk unter Denkmalschutz steht und der Stadt als Wahrzeichen und Erinnerung an die Brauerei erhalten bleibt.

Die Entscheidung zum Verkauf der Brauerei hat Giesler übrigens nicht bedauert, auch wenn sein Kölsch im Ausschank inzwischen nur noch in der „Schreckenskammer“ am Ursulakloster in Köln zu haben ist. „Nach dem Verlustjahr 1997 haben mich die anderen Gesellschafter überzeugt, 1998 zu verkaufen, und das war richtig“, sagt er heute. Noch vor fünf Jahren war Giesler mit 50 000 Hektolitern im Jahr im Großraum Brühl Marktführer und belieferte 350 Gastronomiebetriebe in der Umgebung.