ERFTSTADT. Für ihr jahrzehntelanges großes Engagement für den Liblarer See und die dort stationierte Rettungswacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wurde Charlotte Kürsten am Samstagabend mit der Kreisverbandsmedaille des DRK ausgezeichnet. Theo Mittelstaedt, stellvertretender Kreisvorsitzender, lobte die optimale Zusammenarbeit zwischen der inzwischen 65-Jährigen und den rund 40 ehrenamtlichen Helfern des DRK.
Auf Charlotte Kürsten könne man sich hundertprozentig verlassen. So habe sie im wesentlichen die finanziellen Mittel zur Anschaffung modernster Rettungsmittel am See zur Verfügung gestellt. Auch die Idee und die Finanzierung zum Erhalt des Rettungshauses am See kam von Charlotte Kürsten. Mittelstaedt: Vor zwei Jahren drohte das auf inzwischen morschen Holzpflöcken im Wasser verankerte Holzhaus zu sinken. Anfragen auf Unterstützung bei Hilfsinstitutionen blieben ohne die erwünschte Resonanz.
Es sei Charlotte Kürsten, die nicht nur die Idee hatte, die Rettungsstation auf eine schwimmende Unterkonstruktion zu setzen, sie habe gleichzeitig auch die finanziellen Mittel dafür zur Verfügung gestellt. Charlotte Kürsten hingegen gab sich bescheiden: Ich tue doch bloß meine Arbeit, sagte sie. Die Campinganlage sei ihr Leben.
Dann erzählte die resolute Dame, wie sie im Februar 1967 zusammen mit ihrem Ehemann als Pächter die Arbeit am See aufgenommen hatte. Dort wo sich heute die Badegäste im goldgelben Sand in der Sonne aalen, sei damals alles noch schwarz vom Kohlestaub gewesen. Und auch in der Campinganlage mit den inzwischen 270 Dauer- und 80 Touristenplätzen herrschte vor 35 Jahren noch Ödland. Wir haben das alles hier aufgebaut, sagte sie stolz.
Von Anfang an sei auch die Rettungswacht des DRK da gewesen. Inzwischen würden schon viele Kinder der ehemals Ehrenamtlichen am See zu den Dauercampern zählen. Einmal im Jahr, lädt das DRK auch zur Blutspende am See ein. Der nächsten Termin ist am 24. August. Alle Blutspender erhalten dann ihr Eintrittsg eld für den Besuch im Strandbad zurück.