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Die „Pädchen“ sind vom Aussterben bedroht

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ALFTER. Die „Pädchen“ (zu deutsch „Pfädchen“) - die schmalen, oft historisch bedingten Fußwege zwischen Gehöften und Grundstücken, gehen in Alfter verloren. Das beklagt die Bürgergruppe Ortsentwicklung Alfter und drängt damit erneut auf das in der Vorgebirgsgemeinde heiß ersehnte Verkehrskonzept. Bei den Bürgerberatungen - „Alfter mitplanen“ - der letzten Monate über die Fortschreibung des Flächennutzungsplans waren in vielen Ortsteilen der Wert und der Erhalt solcher „Schleichwege“ abseits der Straßen hervorgehoben worden.

Die Bürgergruppe aber beklagt, dass in den letzten Jahren bei der Planung neuer Straßen und Wohnsiedlungen zwar die Straßen vorgesehen werden und dass dabei oft die bestehenden „alten Pädchen“ durch die neue Raumaufteilung untergehen, „aber neue Fußgänger- und Radwegeverbindungen nicht geschaffen“ werden. Da ist von einem „frommen Wunsch“ die Rede, soweit es um die verheißene Entlastung der Orts- und Ortsteilkerne von Straßenverkehr durch neue (Umgehungs-) Straßen die Rede. Tatsächlich aber habe sich bisher „für Fußgänger und Radfahrer die Situation verschlechtert“.

Dabei erkennt die Bürgergruppe an, dass etwa in den engen Gassen des Kernortes Alfter „pragmatische Lösungen“ wie die Markierung schmaler Schutzzonen das Verkehrsteilnehmerlos der Fußgänger und Radfahrer im Rahmen des Machbaren erleichtert werde. (jfr)