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„Die Schüler hier sind freundlich“

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BEDBURG. Die Realschule Bedburg hat einen neuen Leiter. Anderthalb Jahre hat die Suche gedauert, bevor jetzt Emmo Ankel (46) zum neuen Schuljahr seinen Dienst am Schulzentrum auf der Goethestraße antrat. In einem Festakt begrüßten Vertreter der Stadt, Lehrer, Schüler und Eltern ihn zum Ende seiner ersten Arbeitswoche ganz offiziell im neuen Amt.

Seit der Pensionierung von Volkmar Trüb Ende Juli 2007 hatte die Realschule nach einem neuen Leiter gesucht. In der Zwischenzeit hatten die Stellvertreter Norbert Abels und Dorle Peters kommissarisch die Schule geführt.

Für Ankel ist es die erste Station als Schulleiter. Der gebürtige Gießener war in Bonn und Duisburg zur Schule gegangen, bevor er in Köln zunächst ein Studium in mittel- und neugriechischer Philologie, Politologie und Geschichte aufnahm. „Meine Mutter ist Griechin“, erläutert Emmo Ankel seine Affinität zu Griechenland. Im fünften Semester entschied er sich dann für ein Lehramtsstudium.

1994 trat Ankel in den Schuldienst ein. Zu seinen ersten Stationen gehörte der Aufbau einer Realschule im oberbergischen Nümbrecht. Drei Jahre später wechselte er nach Köln-Brück. Ab 2003 sammelte er dann als Konrektor an einer Realschule in Köln-Sülz erste Führungserfahrungen.

In seiner Zeit in Brück bildete er sich zum Streitschlichter weiter. „Wir hatten eine Reihe von Schülern aus Problemfamilien. So kam ich mit einigen Kollegen auf die Idee, uns nach dem Bensberger Modell für Schulmediation ausbilden zu lassen“, berichtet Ankel. Eine Qualifikation, die sich jetzt auszahlt, denn in Bedburg wird diese Form der Streitschlichtung bereits praktiziert.

Streit mit Schülern oder Lehrern hatte der neue Leiter in seiner ersten Woche allerdings noch nicht - ganz im Gegenteil. Die ersten Eindrücke in Bedburg beschreibt er durchweg positiv. „Die Schüler sind hier sehr freundlich und höflich. Da war ich aus Köln durchaus anderes gewöhnt“, stellt Ankel schmunzelnd fest. Auch von der Qualität seiner Kollegen ist er längst überzeugt. „Ich muss hier niemandem morgens erklären, wie man guten Unterricht macht“, lautet das erste Fazit des neuen Schulleiters.