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Die teuerste Tür im Kreiskrankenhaus

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MECHERNICH. Es ist das Herzstück der Strahlentherapie im Mechernicher Praxiszentrum: Der 2,2 Millionen Euro teure Linearbeschleuniger, ein computergesteuertes, dreidimensionales Bestrahlungssystem, das jeden Tumor präzise an jeder Stelle des Körpers bestrahlen kann. Das Gerät ist seit kurzem in Betrieb und kann noch vieles mehr.

Das versprechen Dr. Dörte Ockenfels und Dr. Christian Wolf. „Mit der Röntgenreizbestrahlung können in niedriger Strahlenbehandlung Schmerzen gelindert und entzündungshemmende Effekte erzielt werden“, erklärt Wolf. Dörte Ockenfels ergänzt: „Wir haben bisher gute Ergebnisse mit dieser Methode bei Artrose an Gelenken der Schulter, der Hand, der Hüfte oder der Knie erzielt.“

Kürzere Wege

für Patienten

Seit August gibt es in Mechernich nun eine noch bessere Verzahnung von Strahlentherapie und Chemotherapie bei Tumorpatienten. Dafür sorgen die Strahlentherapeuten Dr. Christian Wolf und Dr. Dörte Ockenfels in Zusammenarbeit mit dem Internisten Johannes Philipzen. So werden den Patienten aus der Eifel auch weite Wege erspart. „Früher mussten Tumorkranke mit dem Taxi zu jeder Behandlung mühevoll in weit entfernte Kliniken gebracht werden“, erklärt der ärztliche Direktor des Kreiskrankenhauses Mechernich, Dr. Paul Mattias. In der neuen Anlage können nun die Patienten behandelt werden, die sonst weit reisen mussten. Damit wird der gesamte Südkreis Euskirchen bis in den Prümer Raum hinein abgedeckt.

„Zudem entfallen umständliche Terminplanungen für den Patienten“, nennt Dr. Johannes Philipzen einen weiteren Vorteile. Der Arzt unterhält im Ärztehaus Mechernich eine Praxis und sichert so auch die ambulante Nachsorge eines im Krankenhaus behandelten Patienten. Zudem finden zum Wohl des Patienten wöchentlich Tumorkonferenzen der Ärzte unterschiedlicher Abteilungen in einem neu geschaffenen, mit zwei Beamern ausgestatteten Konferenzraum statt.

Laut Dr. Hans Rossels, Geschäftsführer der Kreiskrankenhaus GmbH, konnte die Qualität der Behandlung für Tumorpatienten entscheidend verbessert werden. Das Röntgeninstitut im Praxiszentrum sei nun eine fachübergreifende Gemeinschaftspraxis für die Radiologie und Nuklearmedizin, die jetzt durch die Tätigkeit von Johannes Philipzen um einen internistischen Praxisteil mit dem Schwerpunkt Hämato-Onkologie erweitert wurde. Die Vereinigung von Röntgendiagnostik, Nuklearmedizin, Onkologie und Strahlentherapie unter einem Dach ermögliche eine rasche Diagnose und Therapieplanung.

Die onkologische Abteilung befindet sich im neuen Praxiszentrum oberhalb der Praxis für Strahlentherapie, die in einem bunkerähnlichen Raum hinter zwei Meter dicken Betonwänden liegt. Allein die mächtige Schleusentür, die die Angestellten vor der Strahlung des Linearbeschleunigers schützen soll, wiegt 27 Tonnen und kostet 70 000 Euro. „Das ist die wohl teuerste Tür im Kreiskrankenhaus in Mechernich“, sagt Geschäftsführer Dr. Hans Rossels.