Zum Tag des Wassers besuchten Hunderte das über 100 Jahre alte Wasserwerk Westhoven samt Trinkwasserlehrpfad und modernem Filterbau. Sie hatten etliche Fragen.
Wie schmeckt Trinkwasser
Kühl am besten! Rechtsrheinisches Wasser (Härte 2,47) gleitet zudem weicher über die Zunge als linksrheinisches (3,33). Das liegt daran, dass rechts des Rheins Grundwasser aus dem Bergischen gefördert wird, während das linksrheinische Wasser zur Hälfte Rheinuferfiltrat ist. Im Wasserkocher wird der Unterschied am schnellsten sichtbar: Kalk lagert sich bei rechtsrheinischem Wasser (enthält knapp 80 Milligramm je Liter) weniger ab. Linksrheinisches hat 109 Milligramm.
Wieviel Wasser wird benötigt
Jährlich 82 Millionen Kubikmeter. Grundwasser und Uferfiltrat werden in Köln aus 173 Brunnen gefördert. 109 von ihnen liefern Trinkwasser, die anderen Brauchwasser, denn auch Gewerbe und Industrie benötigen Wasser. Maximal 2500 Kubik kommen aus dem Werk Westhoven. Jeder Kölner zapft statistisch gesehen am Tag 127 Liter aus der Leitung. In der Mittagszeit werden in der gesamten Stadt rund 10 000 Kubikmeter benötigt.
Wie kommt Wasser in den Kran
Pumpen fördern das Wasser aus dem Boden. In Westhoven plätschert es zur Reinigung (durch Sauerstoff) aus einem Fallrohr und passiert sicherheitshalber einen Aktivkohlefilter, eh es in das Leitungsnetz darf. Dieses Netz ist linksrheinisch 1580 Kilometer lang und an drei Werke angeschlossen. Rechtsrheinisch sind s 850 Kilometer und sieben Werke.
Kann man gefahrlos Wasser trinken
Ja. Bereits auf dem Weg ins Grundwasser sickert es durch Sand und Kies und wird dabei gereinigt. Die Qualität wird jährlich mit 12 000 Proben aus allen Stufen der Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung überwacht. Damit ist Trinkwasser das bestüberwachte Nahrungsmittel.
Was kostet Wasser den Verbraucher
Ein Kubikmeter Wasser wird mit 1,61 Euro in Rechnung gestellt - inklusive Steuern. Für den Zähler ist eine Grundgebühr zu entrichten. (mfr)
Führungen können unter 02 21 / 178 30 95 vereinbart werden.