Dormagen - Der mutmaßliche Doppelmörder von Dormagensoll auch ein Kinderschänder sein. Das geht aus der Anklageschrifthervor, die die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft beim Landgerichteingereicht hat. Der 40-jährige Familienvater habe Frauund Sohn mit einem Hammer die Schädel zertrümmert, um sichanschließend stundenlang an der eigenen Tochter und deren Freundin zuvergehen. In drei Wochen soll der Prozess gegen den geständigenIndustriekaufmann beginnen. Er soll nicht nur den Doppelmord EndeJuni begangen, sondern insgesamt auch acht Kinder sexuell missbrauchthaben. Auf dem Computer des Verdächtigen fand die Polizei mehr als 10000 Bilder mit Kinderpornografie. Den Ermittlern zufolge hatte sich der 40-Jährige bei einemGrillabend der neunjährigen Freundin seiner Tochter sexuell genähert.Das kleine Mädchen soll danach zur Ehefrau des Angeklagten gelaufensein und von der Tat berichtet haben. Als die Frau daraufhinerklärte, am nächsten Tag mit der Mutter des Mädchens zu sprechen,habe der 40-Jährige sich entschlossen, dies mit allen Mitteln zuverhindern. Im Schlafzimmer der Eheleute habe er dann zuerst seine Fraugetötet und dann den zehnjährigen Sohn, der seiner Mutter zu Hilfeeilen wollte. Anschließend habe er sich an den Mädchen vergangen undsich am nächsten Tag der Polizei gestellt. Die Ermittler warenunmittelbar nach der Tat zuerst von einem Familiendrama ausgegangenund hatten berichtet, den Mädchen sei nichts geschehen.
Doppelmord wegen sexuellen Missbrauchs - Anklage gegen Vater
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