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Drei mol von Hätze: Liblar Alaaf

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ERFTSTADT-LIBLAR. „Ich kann nicht dafür, mir ist der Fastelovend mit in die Wiege gelegt worden“, entschuldigte sich am Freitagabend in einer Jeckenrunde der KG Klüttefunke ein Mann, der bald als Repräsentant des Brauchtums im Klüttedorf an die Macht kommen will.

Edo Morawietz verriet dabei als neue Tollität, dass er die närrische Ader ausschließlich seiner Mutter Käthe verdankt. Pünktlich zum 11.11. präsentierte der Vize-Präsident der 50-jährigen KG, Toni Cöln, ein blauweißes Dreigestirn mit Jungfrau Petra (Peter Horchem), Prinz Edo (Morawietz) und Bauer Martin (Präsident Martin Uhle). Ergänzt wird das Team durch den erfahrenen Prinzenführer Reiner Ostertag, einst selbst Prinz von Liblar.

Morawietz ist in Erftstadt kein Unbekannter. Bereits 1981 fungierte er schon einmal im 25. Jahr der KG als Liblarer Prinz. Und danach turtelte der Gewitzte Jahr für Jahr als gefeiertes Double von Marie Luise Nikuta, et fussisch Julche Marita Köllner oder Renate Fuchs über die erftstädtischen Bühnen.

Dabei gelingen ihm seine Auftritte mit einer auffälligen Leichtigkeit, die ihren Ursprung in seinem jahrelangen Mitwirken bei der Kölner Theatergemeinschaft Rheinstuben sowie in der Play-back-Show „Alcazar de Cologne“ hat. Das Geheimnis, wie es zu dieser närrischen Teambildung kam, wurde an dem Abend auch verraten. Man habe vor zwei Jahren mal an der Theke gestanden und dann müsse Morawietz laut gedacht haben: „Wenn isch noch zwei finge, dätt isch et noch ens!“

Gemeint war: Im Jubiläumsjahr in die Prinzenrolle schlüpfen. Die Mitstreiter fanden sich dann schnell, und heute kommt von den Dreien wie aus einem Guss das Motto der Session: „Mir drei, met üch im Fasteleer fiere, fällt uns janit schwer, Pappnas, Kölsch un kölscher Klaaf, drei mol von Hätze: Liblar Alaaf.“