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Durchfahrt verbotenÜber 50 Motorradfahrer auf der K 19 verwarnt

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LINDLAR – „Ich habe das Schild nicht gesehen, das war mir nicht bekannt und ich bin ja ganz normal gefahren“, beschwert sich ein Motorradfahrer aus Meinerzhagen, der von der Polizei an der K 19 aus dem Verkehr gefischt wurde und erst einmal 15 Euro Bußgeld berappen muss. Denn die Straße ist für Kraftradfahrer seit Donnerstag gesperrt: Wochentags darf sie von Motorradfahrern von 17 bis 22 Uhr nicht befahren werden, am Wochenende ist sie für die Zweiräder von 8 bis 22 Uhr gesperrt. Schilder vor der Straße geben darüber Auskunft - doch sie werden oft ignoriert.

„Am Samstag haben wir über 50 Stück aus dem Verkehr geholt“, berichtet gestern Herbert Klee, Leiter des Kreis-Verkehrsdienstes. „Und das waren nicht einmal alle - bei der Menge war das gar nicht möglich.“ Auch Klee weiß, dass das Verbot, das der Kreis verhängt hat, bei vielen auf Unverständnis stößt: „Wir treffen auch die, die nicht rasen, aber die K 19 ist eine Todesstrecke.“

Dass die Polizei gleich am ersten Wochenende, an dem die Sperrung gilt, Bußgelder verteilt, kann ein Motorradfahrer aus Wermelskirchen, den es ebenfalls erwischt hat, nicht nachvollziehen. „Eine mündliche Verwarnung hätte es ja in der Anfangszeit auch erst mal getan“, sagt er. „Das ist meine Hausstrecke und ich hatte keine Ahnung.“

Gestern wurden zwischen 11 und 14 Uhr sechs Motorradfahrer angehalten und über das Fahrverbot auf der K 19 informiert. Kaum war die Polizei jedoch außer Sicht, brummten die Motoren einiger Motorräder auf, die die Strecke hoch lenkten.

Genug Motorradfahrer hatten sich zudem über eine Alternativstrecke Gedanken gemacht: Während die Polizei auf der K 19 präsent war, ging es auf der Parallelstrecke, der L 299 zwischen Eichholz und Engelskirchen, zur Sache. „Locker 200 Motorräder“ zählte Harald Orbach, der erste Vorsitzende des Bürgervereins Eichholz. „Der Lärm war unerträglich, die rattern hier durch wie die Irren.“ Vor allem Samstag klingelte bei ihm ununterbrochen das Telefon, weil sich so viele Bürger über den Krach beschwerten. Orbach: „Es ist gut, dass man die K 19 gesperrt hat, aber so kann es auch nicht bleiben.“(lmh / snu)