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Ein echter Lommerzheim zum Anbeißen

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Die Sache mit dem letzten Lommerzheim-Kotelett ist noch nicht gegessen. Zwar wurde das finale Wunder aus der Küche von Kultwirt Hans „Lommi“ Lommerzheim an Silvester 2004 verspeist, doch der findige Lommi-Fan Peter Mees (er ging an dem Tag kotelettmäßig übrigens leer aus) sicherte sich unbemerkt wenigstens Teller, Besteck, Mostertpöttchen und den abgenagten Knochen. Unlängst übergab er den Knochen und das sauber gespülte Diebesgut mit Billigung der inzwischen verwitweten Annemie Lommerzheim dem Kölnischen Stadtmuseum - wie in der Rundschau zu lesen war. Also aus und vorbei? Nein!

Den Teller samt Zubehör im Originalzustand gibt es nämlich noch auf einem Foto, ordentlich gerahmt und in exakt 111 Exemplaren durchnummeriert. Der Clou: Peter Mees, Vorsitzender des Lommi e. V., will die Fotos, signiert von Annemie Lommerzheim und ihm selbst, nach einem einfachen System zum Kauf anbieten und damit den geplanten Lommi-Brunnen in Deutz finanzieren.

„Meine Idee: Die Foto-Exemplare 1 und 111 wollen wir meistbietend versteigern. Die anderen haben einen festen Preis: Nummer 110 kostet fünf Euro, die 109 kostet 6 Euro und so weiter bis zur Nummer 2. Dazu kommen immer 5 Euro für den Rahmen. So können auch Lommi-Freunde mit kleinem Geldbeutel eine schöne Erinnerung erwerben.“ Sind einige Ausgaben besonders begehrt, wird gelost, und die „Verlierer“ können Alternativen erwerben. Fänden alle Fotos einen Liebhaber, würden rund 6000 Euro zusammen kommen, und der Bronzebrunnen von Bildhauer Herbert Labusga wäre nahezu komplett bezahlt. Angebote können abgegeben werden per E-Mail an peter.mees@t-online.de oder per Post an AKA-Verlag Köln, c / o Ursula Wilke Kartonagen, Vogelsanger Straße 385a, 50827 Köln; Einsendeschluss ist der 31. August.

Ein Sahnehäubchen versucht Mees noch obendrauf zu setzen: Vielleicht gibt Annemie Lommerzheim das Originalrezept preis, wie damals die Koteletts in der Gaststätte an der Siegesstraße zubereitet wurden. Übergeben werden sollen die gerahmten Fotos bei einer Signierstunde im Brauhaus Päffgen (wer nicht kommen kann, bekommt sein Exemplar auch zugeschickt). Der Ort ist nicht zufällig gewählt: War doch Lommerzheim eine der wenigen Kölner Gaststätten, in denen die Kölsch-Spezialität Päffgen ausgeschenkt wurde. Und Gastronom Rudolf Päffgen will in wenigen Wochen die Deutzer Kultkneipe wieder eröffnen. Dann soll es auch wieder die legendären Koteletts geben. Und zwar in echt.