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Ein gezielter Wurf für saubere Straßengräben

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ERFTSTADT. Für die einen ein Segen, für die anderen ein Fluch: Erftstädter Jugendlichen freuen sich über die Filiale einer amerikanischen Imbisskette in Lechenich. Dem Lechenicher Ortsbürgermeister Hans Oberhofer ist zu zuweilen ein Dorn im Auge. Denn nur zu oft entdeckt er auf seinen Autofahrten entlang der Umgehungsstraße B 265n Tüten, Becher und Burgerverpackungen am Straßenrand. Doch auf einer Fahrt durch die Niederlande entdeckte er eine Lösung: Abfallfangkörbe. „Das kann ein Pilotprojekt für Erftstadt sein“, ist Oberhofer überzeugt.

Etwas Müll, einen zügig arbeitender Fensterheber im Auto und etwas sportlicher Ehrgeiz - mehr braucht es nicht, um den Abfallfangkorb zum Erfolg zu machen. Dabei handelt es sich im Prinzip um große Trichter, an deren Ende sich der Mülleimer befindet. Bei langsamer Vorbeifahrt kann der Müll aus dem Auto dort hineingeschmissen werden.

„Die Körbe könnten überall in Erftstadt angebracht werden“, sagt Oberhofer angesichts der Tatsache, das nicht nur Fastfood-Verpackungen im Straßengraben landen. Er schlägt als Standorte vor allem neuralgische Punkte vor, an denen langsamer gefahren wird, beispielsweise die Aus- und Auffahrten der B 265n. Dort könnten die Körbe dann auch Zigarettenpackungen und Dosen aufnehmen, die auch vermehrt in freier Fahrt weggeschmissen würden. „Eine Kooperation mit dem Landesbetrieb Straßen könnte zudem die Kosten mindern“, so der Ortsbürgermeister. Ihm schwebt erst einmal eine Testphase für ein Jahr vor.

Oberhofer hat die Abfallfangkörbe in Holland an Autobahnabfahrten und auch an Fahrbahnverengungen entdeckt. In Deutschland wären solche Körbe für Autofahrer allerdings noch ein Novum. Für Fahrradfahrer gibt es sie allerdings schon. Das Urlaubsgebiet Hasetal in Niedersachsen hat sie entlang der Radwege aufgestellt. Die Tourismusexperten des Hasetals loben die Abfallfangkörbe in den höchsten Tönen. Die Touristen würden sie gut annehmen. Dank der Körbe lande viel weniger Müll in der Landschaft.