HÜRTH. Ein Loch in der Gasleitung jagte einem jungen Ehepaar gestern einen gewaltigen Schrecken ein. Erst am Montag hatten sich Martina und René Vogt in Hürth-Fischenich ein eigenes Haus gekauft. Gestern wollten sie mit dem Umbau beginnen - doch bereits nach knapp einer Stunde mussten sie die Arbeit erst einmal einstellen.
Beim Abreißen der Holzverkleidung hörte das Ehepaar plötzlich ein lautes Zischen - Gas. Raus hier, rief der junge Hausbesitzer seiner Frau zu, während er selbst den Finger auf das Loch drückte. Geistesgegenwärtig alarmierte sie draußen die Feuerwehr. Die Polizei sperrte die Straße ab.
Erst als er seine Frau und den einjährigen Sohn Emil in Sicherheit wusste, nahm René Vogt den Finger von der Leitung und verließ das Haus. Die Feuerwehr sperrte den Gashahn im Keller zu und lüftete die Räume. Zwar ist nichts passiert, doch Hauptbrandmeister Jürgen Commer schüttelte den Kopf: Wie kann man nur einen Nagel in die Gasleitung schlagen? Schon damals hätte ein Funke eine Explosion auslösen können. Auch Peter-Arno Berg von der Gasversorgungsgesellschaft Rhein-Erft konnte sich an so viel Leichtsinn nicht erinnern. Die GVG baute gestern den Zähler aus und versiegelte die Leitung, die nun komplett neu verlegt werden muss.