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Eindeutige StellungWiderstand gegen Rogges Pläne

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Gegen Rogges Pläne:Michael Spies von Büllesheim (CDU).

WEILERSWIST – Die Vorstellungen des Luxemburger Projektentwicklers Hans-Josef Rogge haben zu einem Aufschrei im Weilerswister Rat geführt. CDU- und FDP-Fraktion weisen die Pläne des gebürtigen Eifelers zurück, der Chef der Weilerswister Feuerwehr, Peter Ditz, widerspricht der Darstellung von Hans-Josef Rogge, die Feuerwehr sei auch damit einverstanden, wenn die neue Feuerwache für die Löschgruppen Weilerswist und Vernich in Steinwurfweite zum Sportzentrum gebaut würde.

Ditz bestätigte gestern auf Anfrage der Rundschau, der vom Planungsausschuss und vom Rat beschlossene Standort für eine Wache auf dem Grundstück neben der Gesamtschule sei für die Feuerwehr nicht nur wegen der zu erzielenden kurzen Ausrückzeiten ideal. Dies habe er bereits im Planungsausschuss eindeutig dargelegt. Ditz: „Am Forum der Gesamtschulegibt es ausreichend Parkplätze für unsere Einsatzkräfte. Die müssten auf der Hundewiese erst gebaut werden. Der jetzt beschlossene Standort für die Feuerwache ist also kostengünstiger zu realisieren, als der von Herrn Rogge favorisierte andere.“ Außerdem, so Ditz, könne man die Parkplätze an der Gesamtschule bei Großschadenslagen als Bereitstellungsräume für überörtliche Einsatzkontingente nutzen. Das nahe gelegene Forum lasse sich dann umfunktionieren. Dort gebe es Duschen für zusätzliche Einsatzkräfte. Und im Falle einer Evakuierung könne man Betroffene in Absprache mit der Gesamtschule durch die dortige Mensa versorgen lassen.“

„Fachausschuss war bereits dagegen“

„Mir ist das Brötchen beim Frühstücken fast im Hals steckengeblieben, als ich las, was Herr Rogge da in der Rundschau von sich gegeben hat“, kommentierte FDP-Fraktions- und Parteichef Hans-Josef Schäfer die Pläne des Kaufland-Projektentwicklers. Schäfer: „Der Fachausschuss hat sich mit überwältigender Mehrheit gegen Rogges Pläne ausgesprochen.Herr Rogge hat uns ja schon im Ausschuss zu verstehen gegeben, dass er der alleinige Fachmann in diesen Fragen ist. Wir müssen keinen Herrn Rogge haben, um zu wissen, was für Weilerswist gut ist.“

Der Bauantrag für den Edeka-Markt an der Bonner Straße sei genehmigt, so Schäfer. Er stelle sich die Frage, wie viele weitere Märkte Weilerswist brauche, und wo die ganzen Käufer herkommen sollen. Aus seiner Sicht sei der Vorschlag, einen Kaufland-Markt direkt neben einer Schule zu bauen, „nicht das Gelbe vom Ei“, und: „Der Hammer ist ja wohl der Kindergarten auf dem Dach des Kauflands. Wir haben uns für dezentrale Kindertagesstätten ausgesprochen. Und dabei bleiben wir.“ Mit der Hartnäckigkeit, die Rogge jetzt mit seinem erneuten Vorstoß bewiesen habe, und mit der Kritik an verschiedenen Ratsmitgliedern habe er seiner Sache einen Bärendienst erwiesen. „Wenn es irgendjemanden in Weilerswist gibt, der Herrn Rogge in dieser Sache noch einmal einladen sollte, dann kann er nicht mit meiner Teilnahme rechnen.“ Weniger emotional aber ebenso eindeutig drückte sich gestern der stellvertretende CDU-Fraktionschef Michael Spies von Büllesheim aus: „Die Verkehrssituation ist sehr problematisch. Wenn Herr Rogge mit 3500 Autos mehr am Tag durch einen Kaufland rechnet, dann ist das an dieser Stelle nicht mehr darstellbar.“ Die Ansiedlung eines solchen Marktes direkt neben einer Schule grenze an Verführung.

Für Spies von Büllesheim ist der von Rogge gewählte Standort auch nicht zentral, sondern liege im Außenbereich von Weilerswist.Als „eher abwegig“ bezeichnete Spies den Vorschlag, auf dem Dach des Kauflands einen Kindergarten zu realisieren. Der Rat habe sich dafür ausgesprochen. Kindergärten dezentral anzubieten. Die entgegengesetzten Vorstellungen des Bürgermeisters trage man nicht mit.

Die CDU sei nicht gegen Kaufland, aber gegen den vorgeschlagenen Standort. Über andere Standorte sei man mit Herrn Rogge gesprächsbereit. Ähnlich äußerte sich auch der CDU-Ratsherr Hans-Josef Engels. Er ordnete den Vorschlag, auf dem Kaufland-Dach einen Kindergarten einrichten zu wollen, in die Kategorie „Aprilscherze“ ein. Die erwartete Zunahme des Verkehrs sei an dieser Stelle ein „K.o.-Kriterium“ für Rogges Pläne.