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Eine lange kriminelle Karriere

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Der Tod Robert Paneks ist das Ende einer langen Kriminellenkarriere, die durch Rücksichtslosigkeit und außerordentliche Brutalität gekennzeichnet ist. Dabei zählt der Diebstahl im Real-Markt Gremberg an Karnevalssamstag noch zu den vergleichsweise harmlosen Delikten des 60-Jährigen.

Nach Rundschau-Recherchen wurde Panek am 15. Januar 1945 in Lieblar als Robert Caesar Tiberti geboren. Später änderte er seinen Namen in Robert Panek um. Als solcher war er bei der Polizei schon seit 1961 aktenkundig. Unter anderem war er Mitglied der so genannten „Uzi-Bande“, die 1971 mehrere brutale Banküberfälle mit Maschinenpistolen verübte. Nach Angaben von Kriminalhauptkommissar Gerd Schnell wurde Panek 1972 vom Landgericht Köln zu elf Jahren, Sicherheitsverwahrung und zu einer lebenslänglichen Fahrerlaubnissperre verurteilt.

Erstaunlicherweise wurde er vorzeitig entlassen: Denn zehn Jahre später erregte der Kriminelle bundesweites Aufsehen. Im westfälischen Steinhagen geriet er wie jetzt am Dienstag in Köln auf der A 4 in eine Polizeikontrolle. Auch damals versuchte Panek zu fliehen und schoss dabei auf die Beamten. Beide erlitten dabei lebensgefährliche Verletzungen. Einem Polizisten gelang es noch, sich bis zum Wagen zu schleppen und über Funk die Fahndung auszulösen.

Auf seiner Flucht durchbrach Panek mit seinem grünen Porsche zwei Polizeikontrollen auf der A2 in Richtung Ruhrgebiet und konnte entkommen. Als die Beamten ihn fünf Tage später an einem Waldgelände in Schwerte stellen wollten, gab er wieder Schüsse ab; Panek floh erneut. Unterwegs nahm er mehrmals Autofahrer als Geiseln, ließ sie wieder frei und fuhr mit deren Wagen davon, unter anderem nach Bad Ems.

Nachdem es Hinweise gab, Panek halte sich in Südfrankreich auf, gelang es in Zusammenarbeit von deutscher und französischer Polizei, Bundeskriminalamt und Interpol, den Gangster in der Nähe der französischen Mittelmeerküste festzunehmen. In Nizza kam er in Abschiebehaft.

Wieder in Deutschland, wurde Panek zu lebenslanger Haft verurteilt. Weil das Gericht die besondere Schwere der Schuld feststellte, sollte er eine 22-jährige Gefängnisstrafe absitzen. Allerdings verbüßte Panek nach Angaben von Oberstaatsanwalt Alf Willwacher nur 20 Jahre: Am 8. Januar 2002 wurde er aus der Justizvollzugsanstalt Rheinbach entlassen und nach Italien abgeschoben. Nach Rundschau-Informationen hatte sich Paneks Cousin dafür stark gemacht. Für die restliche Zeit seiner noch währenden Haftstrafe war es Robert Panek untersagt, sich in Deutschland aufzuhalten. (jan)