FRECHEN. Sascha Salem ist glücklich, er ist jetzt endlich Herr im eigenen Haus, dem Frechener Schützenhaus. Die Übernahme des Traditionsbaus mit Gaststätte und Hotel wurde am Montag abgeschlossen. Das hat auch lange genug gedauert, so Salem. Die Versteigerung war schließlich schon im vergangenen August.
Die Prozedur dauerte so lange, weil der bisherige Pächter und Geschäftsführer der Halm GmbH, Axel Halm, erst jetzt die über 200 Quadratmeter große Wohnung im Obergeschoss des Hauses geräumt hat. Salem hat Halm den Auszug nach eigenen Angaben versüßt.
Wie teuer ihm das kam, will Salem nicht sagen. Neben den 1,12 Millionen, die er nach der Versteigerung zahlen musste, musste Salem in den vergangenen Monaten auch für die auflaufenden Energiekosten des Hauses aufkommen, obwohl er es noch gar übernommen hatte.
Seit Beginn der Woche ist die Gastronomie im Schützenhaus geschlossen, das Hotel aber wird weiter betrieben. Das Hotel mit seinen 40 Zimmern soll bald Hotel Frechener Hof heißen, so der Plan des neuen Eigentümers, der den Hotelbetrieb mit seiner Ehefrau Dagmar nahtlos übernommen hat. Auch die Mitarbeiter des Hotels beschäftigt er weiter.
Salem wird die Pächterwohnung zum Frühstücksraum umbauen, nebenan wird eine kleine Küche für den Service eingerichtet. Dadurch löst er den Hotelbetrieb vom bisherigen Gaststättenbetrieb, denn bislang wurde einer der drei Tagungsräume für das Frühstück genutzt.
Damit kann ich dann wieder drei Räume für Tagungen, Seminare oder Karnevalsveranstaltungen anbieten, so Salem. Für größere Veranstaltungen lassen sich auch alle drei Sälchen zu einem großen öffnen.
Für den Gaststättenbetrieb im Schützenhaus sucht der Kölner einen Pächter, der die Gastronomie in Eigenregie weiterführt. Dann soll auch über eine Kooperation mit dem Hotelbetrieb nachgedacht werden.
Wann es an der Theke richtig weitergeht, weiß Sascha Salem noch nicht. Für die heiße Phase des Karnevals hat er zumindest in dem Kölner Gastronomen Hans-Josef Köhnlein durch Vermittlung des Prinzengarde-Präsidenten Stefan Hoeft einen Partner gefunden. Von Weiberfastnacht, 11. Februar, 10 Uhr, bis Aschermittwoch wird die Gaststätte geöffnet sein. Tanz in allen Räumen, Musik mit einem DJ, Mittagstisch und für die heiße Phase am Karnevalssonntag ein Bierwagen vor der Tür, so lauten die Pläne.