Abo

Ernennung zum leitenden Pfarrer

3 min

WESSELING. Die Entscheidung, wer Leiter des neuen Seelsorgebereichs Wesseling wird, ist gefallen: Bis zum 1. Januar 2009 wird Pfarrer Markus Polders den Seelsorgebereich als Projektleiter Perspektive 2020 leiten. Er ist verantwortlich für die Zusammenführung der vier Pfarrgemeinden St. Germanus in Wesseling-Mitte, St. Andreas in Keldenich, Schmerzhafte Mutter in Berzdorf und St. Thomas in Urfeld.

Zum 1. Januar 2009 wird Pfarrer Markus Polders dann zum leitenden Pfarrer ernannt, um fortan die Hauptverantwortung für den Seelsorgebereich zu tragen. Außer ihm werden dann noch zwei weitere Priester, ein Diakon und eine Gemeindereferentin in Wesseling tätig sein. Monsignore Gerhard Wehling, der bisher für Berzdorf und Keldenich zuständig ist, wird dagegen versetzt.

„Dechant Wehling verlässt schon nach den Sommerferien seine Pfarreien St. Andreas und Schmerzhafte Mutter, um als Pfarrvikar neue Aufgaben im Bereich der Stadt Euskirchen zu übernehmen“, sagte Pfarrer Polders. Und: „Ich bin sehr froh darüber, dass wir hier in Wesseling so einvernehmlich mit der Situation zurechtgekommen sind.“ Wehling war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

„Den Auftrag habe ich von Joachim Kardinal Meisner bekommen, und ich werde versuchen, meine ganze Kraft einzubringen“, sagte Pfarrer Polders. Seine Arbeit als Projektleiter, aber auch die spätere Aufgabe als leitender Pfarrer sieht er als Herausforderung und als Chance für die Gemeinden, dass sie zusammenwachsen, um das christliche Prinzip, Schwestern und Brüder in Christus zu sein, zu leben und zu erfahren. „Natürlich kommt da auch eine ganze Menge mehr Arbeit auf mich zu“, ist sich Polders sicher.

Bis zum Sommer 2008 müssen nun die Kirchenvorstände der Pfarrgemeinden überlegen, ob sie zu einer Kirchengemeinde fusionieren oder aber einen Pfarrverbund bilden wollen. Soll heißen: Entweder gibt es künftig nur noch einen Kirchenvorstand im ganzen Seelsorgebereich, oder die vier Pfarreien bleiben weiterhin mit jeweils einem eigenen Kirchenvorstand formal selbstständig.

Wie auch immer sich die Kirchenvorstände entscheiden werden, spätestens im Herbst 2009 wird für alle vier Pfarreien ein gemeinsamer Pfarrgemeinderat gewählt.

Völlig offen ist noch, wer künftig das Seelsorgeteam um Markus Polders bilden wird. Ob die beiden Kapläne Silvio Eick und Pater Jonny künftig im Seelsorgebereich Wesseling bleiben werden, ist noch ungewiss.

Mit Einschränkungen bei der Anzahl der Gottesdienste müssen die rund 17 000 katholischen Christen im Seelsorgebereich Wesseling bereits ab Sommer 2008 rechnen. „Wenn Monsignore Gerhard Wehling geht, sind wir im Seelsorgeteam nur noch zu dritt“, erklärte Pfarrer Polders. Und jeder Pfarrer darf wochentags maximal eine Messe, an den Wochenende maximal drei Messen zelebrieren.

Zurzeit werden alleine an den Wochenenden im gesamten Seelsorgebereich 15 Messen gelesen. Dabei werden die Pfarrer und Kapläne von Bernhard Kühlert, Pfarrer im Ruhestand, und Subsidiar Monsignore Thomas Weitz unterstützt.