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EröffnungsfeierPromi-Auflauf im Grand Hotel

4 min

Kai Pflaume in typischer Moderator-Haltung.

BONN – BONN. Der Mann kann wahrscheinlich nicht anders: Thomas Gottschalk ist immer leutselig, auch als Carsten Carstens sich heranschlängelte, das Gespräch suchte und ihm ein paar Prospekte zusteckte: „Respekt“, sagte der TV-Moderator zu dem Bonner Galeristen und Maler und schaute auf dessen distinguierten dunkelblauen Anzug samt Schal in beige-braun. Auch Gottschalk, am Abend zuvor noch Gastgeber von „Wetten, dass . . .“ in Erfurt, hatte sich fein gemacht fürs Kameha Grand, trug gesticktes Wappen auf dem grauen Sakko. Carstens hatte jetzt sein Foto mit dem Entertainer bekommen und sich abgewendet, als Bernd Stelter auftauchte. „Wohnst Du in Bonn?“, begrüßte ihn Gottschalk.

Man kennt sich, man duzt sich. 1200 Gäste waren am Sonntagabend in die neue Luxusherberge auf der rechten Rheinseite gekommen, die 111 Tage nach dem Einzug des ersten Gastes mit einer großen Party eröffnet wurde. Das hieß: Promi-Dichte im Bonner Bogen. Carsten K. Rath, Gründer und Geschäftsführer der Lifestyle Hospitality und Entertainment Group, die die Kameha Hotels & Resorts betreibt, und seine Frau Susanne schüttelten fast jedem Ehrengast auf dem roten Teppich die Hand.

Im Blitzlichtgewitter unter anderem Kai Pflaume, der das Hotel schon von einem Dreh für seine Sendung „Nur die Liebe zählt“ kennt. Schauspielerin Michaela Schaffrath war von der gigantischen Eventhalle angetan, möchte aber als sparsame Dame „nicht jedes Wochenende“ in dem Hotel verbringen, lieber zu besonderen Anlässen wie dem Valentinstag kommen. Rainer Calmund strahlt eigentlich immer und nimmt nichts krumm, auch nicht, dass er auf dem Teppich über die Tasche eines Fotografen stolperte. Starkoch Johann Lafer, der am Freitagabend bei „Lanz kocht“ Probleme hatte, eine Kartoffelroulade in Form zu bringen, hatte den Schaumlöffel aus der Hand gelegt und machte sich mit Ehefrau Silvia einen gemütlichen Abend. Außenminister Guido Westerwelle stellte sich mit der Begum Aga Khan und Tennislegende Michael Stich den Kameraleuten. Konrad Beikircher und seine Frau Anne knutschten sich, bevor er ging und Rosésekt holte. Johannes Zurnieden, als Chef von Phönix-Reisen Bonns größter Reeder, freute sich, im Kameha Joachim Hunold, den Vorstandsvorsitzenden von Air Berlin, zu treffen, Zurnieden ist Aufsichtsratschef der Airline. René Obermann, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG, war mit Freundin Maybrit Illner da. Obermanns Unternehmen hat das Hotel mit modernster Telekommunikationstechnik ausgestattet und durfte dafür an diesem Abend Logo samt Jingle bei der Lightshow platzieren. Ein besonderer Blickfang weist in der Eventhalle auf die Telekom hin: In einem „digitalen Fischteich“ erweckt eine spezielle Projektionstechnik „digitale Kois und Clownsfische“ zum Leben.

Nebenan an der 20 Meter langen Eisbar gab es Reales: Champagner wurde reichlich ausgeschenkt, Kameha-Kellnerinnen und -Kellner reichten Teller mit Fingerfood herum, und in der Raucherlounge knipsten junge Damen die Spitzen von Havannas ab. Gerade diesen Helfern galt der Dank Raths. „Dieser Tag ist für mich und vor allem für mein ganzes Team und meine Partner ein sehr besonderer und bewegender. Nach vielen intensiven Monaten der Vorbereitung stehen wir nun hier und eröffnen offiziell den neuen Lieblingsplatz am Rhein“. Er habe „keine Sekunde an diesem Standort gezweifelt“, denn Bonn sei „die am meisten unterschätzte Stadt in Deutschland“. Solches Lob hörten die Bonner gern, und Außenminister Westerwelle gab noch eins drauf: Er nannte das Kameha „eines der spannendsten Hotels der Welt“, und dass es in Bonn stehe, mache ihm „eine ganz besondere Freude“, sagte der Bonner FDP-Politiker. Das Wichtigste an einem Hotel sei, dass man sich zu Hause fühle; das sei hier kein Problem, „unsere Stadt ist gastfreundlich.“

Rath, Westerwelle und Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch eröffneten dann mit einen gemeinsamen Druck auf einen roten Knopf eine Laser-, Tanz- und Musikshow. Die „MM Dancers“ tanzten und vier Jungs hauten auf Schlagzeuge, dazu zuckten Blitze und ein Feuerwerk erhellte den Himmel über dem Glasdach. Thomas Gottschalk, der in Remagen Schloss Marienfels bewohnt, war begeistert: „Als Weltreisender bin ich coole Hotels gewöhnt, das Kameha Grand Bonn übertrifft fast alles.“ Und wo war Carsten Carstens? Irgendwo im Gewühl.