Am Donnerstag wurde er 65 Jahre alt, heute ist sein letzter Arbeitstag und morgen wird Professor Dr. Klaus E. Rehm beim Kölner Unfallsymposium von Kollegen aus nah und fern verabschiedet. 22 Jahre stand der Unfall- und Handchirurg an der Spitze der Uni-Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, deren kommissarische Leitung bis zur Neubesetzung der Stelle Dr. Gereon Schiffer übernimmt. Unter Rehms Ära erlangte das Fachgebiet nicht nur Unabhängigkeit von der Allgemeinchirurgie. Auch zur besseren Versorgung der Patienten leistete Rehm manchen Beitrag. Zur Stabilisierung von Rippenbrüchen und Vermeidung von Lungenproblemen entwickelte er unter anderem die Rehm sche Rippenplatte, die allerdings seit dem Einsatz von Beatmungsmaschinen überflüssig ist.
Schlagzeilen machte der Kölner Mediziner in den 90er Jahren mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten über bioresorbierbare Materialien - sich selbst auflösende Nägel und Schrauben. Nicht zuletzt setzte sich der Kölner Mediziner mit seiner Schlüsselbein-Chirurgie durch, die neben der konservativen Methode heute Standard ist. Auch beim zweitägigen Unfallsymposium werden die Spezialisten über die Vor- und Nachteile beider Methoden diskutieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der High-Tech Unfallchirurgie mit Computernavigation und intraoperativen 3D-Röntgengeräten. Als Hommage an den gebürtigen Schwaben ist außerdem eine eine Sitzung über den Schwaben und die Unfallchirurgie geplant - mit erheiternden Aspekten zu Einsparungsmöglichkeiten. (KE)