KÖLN. Wegen Querelen um die Neuordnung des Generalvikariats hat der Justiziar des Kölner Erzbistums, Wilhelm Meller, gekündigt. Meller habe in einem Gespräch mit Generalvikar Dominik Schwaderlapp angeboten, von seinen Aufgaben entbunden zu werden. Schwaderlapp habe dies angenommen, teilte das Erzbistum mit.
Das größte deutsche Erzbistum will bis 2007 mit dem Programm „Zukunft heute“ seinen Etat um 90 Millionen Euro reduzieren. Im Rahmen dieses Programms wird die Hauptabteilung Recht, die Meller leitete, aufgelöst. Ihre Zuständigkeit für die Vermögens- und Rechtsaufsicht über die Kirchengemeinden und Gemeindeverbände wird in die neue Hauptabteilung Territoriale Seelsorge eingegliedert.
Meller hält diesen Weg für falsch. Das Erzbistum sprach von „grundlegend unterschiedlichen Auffassungen“. Die neue Hauptabteilung Territoriale Seelsorge soll 2006 ihre Arbeit aufnehmen und von einem Priester geleitet werden. Sie bündelt dann wichtige Aufgaben aus den Bereichen Recht, Finanzen, Bauwesen und Verwaltung. (dpa)