Abo

EvB-Spitzname ist nun ein Künstlername

3 min

WIPPERFÜRTH. „BIBA“, dieser Spitzname wurde ihm schon zu Schulzeiten am EvB-Gymnasium verpasst, und nun ist er zum Künstlernamen von Horst Biesenbach geworden. Zwei Bücher hat er unter diesem Namen geschrieben, einen Gedichtband, den er selbst illustriert hat („Ich muss Dir was sagen“), und ein Hundebuch („Ich muss schon mal gehn“), in dem er den Lebenslauf eines Hütehundes schildert.

In Wipperfürth aufgewachsen zog Biesenbach schon Ende der 50er Jahre fort, weil sein Vater, Polizist von Beruf, nach Münster versetzt wurde, den Kontakt zur alten Heimat hat er jedoch nie abreißen lassen. Und so brachte er jetzt auch ein paar Exemplare seiner druckfrischen Bücher in den hiesigen Buchhandel.

Erst spät wurde Horst Biesenbach, der wie sein Vater den Beruf des Polizisten ergriff, zum Buchautoren. Zwar hat er, der in den 70ern das Medienzentrum der Polizei in Nordrhein-Westfalen mit aufbaute, schon zahlreiche Drehbücher geschrieben, doch die beiden Bände nun sind seine ersten Veröffentlichungen.

Als sein Vater vor 15 Jahren in Kreuzberg beerdigt wurde, hat Horst Biesenbach sich gefragt. so erzählt er: „Was bleibt von dir, wenn du einmal tot bist?“ Die Entscheidung, ein Buch zu schreiben, war geboren. Fortan sammelte Horst Biesenbach nun seine Gedichte, „Gebrauchslyrik“, wie er sie nennt. Alle enstanden sie zu irgendwelchen konkreten Anlässen, oftmals auch ganz spontan als Lebenshilfe für Freunde. 43 fanden Platz in dem Band „Ich muss Dir was sagen“. Illustriert hat er die Gedichte selbst, überwiegend mit Öl- und Acrylbildern. Schon früh sei er an die bildende Kunst herangeführt worden, erinnert sich Horst Biesenbach, durch seinen Wipperfürther Schulfreund Dr. Heinz Paffenholz, mit dem ihn bis heute eine Freundschaft verbindet und in dessen Familie man seit jeher Kunst sammelte.

Der Tod seines Bearded Collies „Ashley“ gab Biesenbach den Anstoß für das zweite Buch. „Ein Stück Trauerarbeit“ nennt er den Band, in dem auf 220 Seiten das Zusammenleben von Mensch und Hund geschildert wird. Und das war bei Biesenbach und Ashley ein inniges. Sogar bei den Seminaren, die der Polizeibeamte hielt, war Ashley immer mit dabei. „Alle, die sich einen Hund als Freund suchen, werden durch diese Lektüre daran erinnert, dass die Partnerschaft auf Zeit angelegt ist“, schreibt er im Vorwort. „Wie bei allen Verbindungen auf dieser Welt wird der schmerzliche Tag kommen, an dem Ihr vierbeiniger Weggefährte gehn muss. Es wird ein Tag tiefer Empfindungen sein.“ Die gemeinsamen Erinnerungen zu bewahren, das leistet „Ich muss schon mal gehn“, das mit Zeichnungen des Wiesbadener Künstlers Charly Draeger illustriert ist.

Horst Biesenbach hat seine Bücher im eigenen Verlag „BIBAART“ herausgebracht, ein weiteres ist gerade in Arbeit, eine Kindergeschichte über „Willi Wurm“, die er seiner fünfjährigen Enkelin vorab erzählt - sozusagen sein Test-Auditorium. (vk)

BIBA: „Ich muss Dir was sagen“, BIBAART Verlag 2002, 110 Seiten, 14,80 Euro

BIBA: „Ich muss schon mal gehn“, BIBAART Verlag 2002, 220 Seiten, 12,80 Euro