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Ex-Lanxess-Arena-ChefAssenmacher unter Verdacht

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Die Privatbank Sal.Oppenheim (Archivbild: dpa)

Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen den früheren Chef der Kölner Lanxess-Arena, Ralf Bernd Assenmacher, wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Untreue. Nach Informationen der Rundschau stützt sich der Verdacht auf einen Vertrag Assenmachers mit der Bank Sal. Oppenheim. Wie es in Justizkreisen heißt, soll Assenmacher im Zuge der Vereinbarung Mitte der 2000er Jahre rund 1,2 Millionen Euro von Sal. Oppenheim erhalten haben. Die Staatsanwaltschaft vermutet den Informationen zufolge, dass die Zahlung ohne die angegebene Gegenleistung erfolgte. Assenmachers Anwalt Professor Norbert Gatzweiler bestätigte auf Anfrage, dass gegen seinen Mandant ermittelt werde. Er sagte aber, Assenmacher habe nachweislich Aufgaben für die Bank übernommen.

Wie die Rundschau weiter erfuhr, haben Ermittler jüngst Räume Assenmachers durchsucht. Dabei sollen Unterlagen über das Vertragsverhältnis zwischen ihm und Sal. Oppenheim sichergestellt worden sein. Anwalt Gatzweiler sagte, die Papiere bewiesen Assenmachers Unschuld. In ihnen sei festgehalten, welche Leistungen der Ex-Arena-Chef für die Bank erbracht habe. In Bankenkreisen wird für möglich gehalten, dass als Gegenleistung angegeben war, Assenmacher solle dem Geldhaus Immobilieninvestoren vermitteln. Die Staatsanwaltschaft vermutet hinter den Zahlungen offenbar einen anderen Grund: Von versteckten Tantiemen ist die Rede. Diese habe der einst als Arena-Betreiber vorgesehene Baukonzern Philipp Holzmann Assenmacher versprochen. Nach der Insolvenz des Konzerns sprangen Investoren aus dem Umfeld von Sal. Oppenheim als Arena-Betreiber ein.

Die Ermittlungen sollen sich auch gegen einen Ex-Verantwortlichen von Sal. Oppenheim und einen früheren Geschäftspartner der Bank richten. Sie würden der Untreue verdächtigt, heißt es. Die Untersuchungen im Zusammenhang mit Assenmacher gelten als Nebenprodukt aus weiteren Ermittlungen rund um das mittlerweile von der Deutschen Bank übernommene Geldhaus. Letztendlich geht es um die Frage, ob sich Ex-Chefs der Bank zulasten anderer Gesellschafter bereicherten. Ein Sprecher von Sal. Oppenheim sagte, die Bank unterstütze die Behörden.