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Ex-Wimbledonsieger zum Anfassen

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BONN. Festwochen pur beim Bonner Tennis- und Hockeyverein (BTHV). Nachdem der Club bereits zu Beginn des Jahres einen Festakt mit anschließendem Ball anlässlich des 100-jährigen Bestehens veranstaltete, fand am Wochenende mit dem Sommerfest ein weiterer Höhepunkt des Jubiläumsjahrs statt.

Schon am Samstag fanden sich rund 200 Besucher auf der Anlage des BTHV ein, um mit ihren Konkurrenten und Kollegen bis spät in die Nacht zu feiern. Neben der BTHV-Band unterhielt das Kabarettistenduo Alich und Pause rund eine Stunde lang die Besucher und stimmte sie auf die Party ein. Obwohl die Veranstalter am Samstag mehr Gäste erwartet hatten, zeigten sie sich mit der Feier zufrieden. „Obwohl wir die Werbetrommel gut gerührt haben, blieben die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurück, so dass wir keine zusätzlichen Gelder für unseren neuen Tennis-Rasenplatz erwirtschaften konnten“, stellte Mitglieder-Betreuer Lambert Dreyer fest. Derzeit belaufen sich die Spendengelder auf rund 20 Prozent der benötigten 400 000 Euro, die für die Sanierung des Platzes erforderlich sind.

Auch am zweiten Tag des Festwochenendes konnten die Besucher nicht die Erwartungen der Veranstalter erfüllen. Gemeinsam mit Unicef organisierte der Verein unter der Leitung von Tennis-Trainer Jimmy Little ein gemeinsames Kräftemessen mit dem ehemaligen Wimbledonsieger Richard Krajicek. Für zehn Euro erhielten alle Teilnehmer ein T-Shirt mit Autgramm des ehemaligen Tennisprofis, und konnten anschließend einige Ballwechsel mit dem Niederländer spielen. „Mir ist es sehr wichtig, die Kinder an den Sport heranzuführen und gleichzeitig etwas für die Hilfsorganisation Unicef zu leisten“, erklärte Krajicek.

Insgesamt kontaktierte der BTHV rund 60 Sportvereine, fand mit seiner Werbeaktion jedoch nicht den gewünschten Anklang. „Entweder war es den Leuten zu heiß, oder sie haben sich nicht getraut gegen einen Tennisspieler der ehemaligen Weltelite anzutreten“, betrieb Jimmy Little Ursachenforschung.

Freuen dürfen sich die Veranstalter dennoch über Einnahmen von fast 1000 Euro, die von rund 80 Teilnehmern eingespielt wurden. Besonders froh war Little, dass die Sponsoren um Coca Cola, Intersnack und Chiquita, die Veranstaltung finanziell unterstützt haben.