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FamilieGanz verliebt in Nettersheim

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Vater Gerd J. Nettersheim, Tochter Almut Anna Aufanie und Sohn Wolfram Mathias Nifthard. (Bild: Privat)

NETTERSHEIM – Sie steht kurz vor dem Abschluss ihres Medizinstudiums, hat deshalb einiges um die Ohren und kümmert sich trotzdem um Dinge, die Hunderte von Kilometern im Süden vor sich gehen: Aufanie Nettersheim, die derzeit in Lübeck studiert, hat in einem Protestbrief an die Rundschau die Planungen zur Errichtung eines Kubus am Matronenheiligtum heftig kritisiert. „Bereits mein Vor- und Zuname mögen verdeutlichen, dass mich mit diesem Fleckchen Erde eine ganz besondere Beziehung verbindet“, schreibt sie.

Vater Gerd J. Nettersheim erklärte der Rundschau: „Unsere Familie kommt aus Keldenich.“ Der Name sei dort für das Jahr 1672 dokumentiert, was zweifelsfrei bedeute, dass sein entfernter Vorfahre von Nettersheim dorthin gezogen sein müsse. Der Ministerialdirigent im Bundesministerium der Justiz lebte und arbeitete früher in Bonn. Seit seinem fünften Lebensjahr habe er sich für die Bedeutung seines Familiennamens interessiert, erklärt er.

Im Kreis Euskirchener Jahrbuch von 1983 hat sich Gerd J. Nettersheim später intensiv mit dem Ortsnamen „Nettersheim“ befasst und dort nachgewiesen, dass diesem der alte germanische Name „Nifthard“ zugrunde liegt. Der Ort habe sich wohl aus dem Gehöft eines Franken diesen Namens, das dort um das Jahr 400 stand, entwickelt, schreibt er. Als er und Ehefrau Waltraud sich 1982 auf die Geburt eines Sohnes freuten, war klar, dass dieser unter anderem auch „Nifthard“ heißen müsse. Wolfram Mathias Nifthard studierte Jura und ist heute Referendar.

Als am 5. September 1985 eine Tochter geboren wurde, erhielt sie dann unter anderem den Namen „Aufanie“. Almut Anna Aufanie Nettersheim wurde nach den aufanischen Matronen auf der Görresburg benannt. Das Wort „äufnen“ heißt „emporbringen“, und das passt ja auch für ihre Berufsentscheidung.