Die FDP trauert um Wolfgang Leirich, ihren langjährigen Partei- und Fraktionsvorsitzenden. Der 69-Jährige erlag einem Krebsleiden. Leirich war von 1975 bis 1987 Schuldezernent, in seine Amtszeit fiel die Sanierung zahlreicher Schulen, die mit Formaldehyd belastet waren, außerdem die Neustrukturierung der Schullandschaft. Geboren in Berlin, studierte er zunächst Jura und Volkswirtschaft in Freiburg, ab 1959 dann Betriebswirtschaftslehre in Köln. Das Studium schloss er als Diplomkaufmann ab. Wir verlieren einen unabhängigen Geist und einen außergewöhnlichen ehemaligen Beigeordneten, der bei Problemen Tag und Nacht ansprechbar war, sagte Oberbürgermeister Fritz Schramma. Für die FDP erinnerte deren Fraktionschef Ralph Sterck daran, dass Leirich einmal sagte: Es war für einen preußischen Protestanten nicht einfach, die rheinische Liberalität und Toleranz, die etwas mit Nachlässigkeit verknüpft werden muss, zu verstehen. Ich habe die Menschen dieser Stadt kennen und schätzen gelernt. Die Politik in dieser Stadt macht mir Spaß, bedeutet mir aber nicht alles.
Sterck unterstrich, die FDP habe mit Wolfgang Leirich einen durchaus streitbaren Liberalen verloren, auf dessen unschätzbare Erfahrung und unendliches kommunalpolitisches Wissen wir nicht länger zurückgreifen können. Er hat uns als junger Generation immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden. (hap)