Wiesbaden/Frankfurt – Das Ringen um die Übernahme der Aareal Bank geht in die nächste Runde. Nachdem die Finanzinvestoren Advent und Centerbridge vor Kurzem noch am Widerstand von Großaktionären gescheitert waren, legten sie am Donnerstag erwartungsgemäß eine neue Offerte für den Gewerbeimmobilien-Finanzierer aus Wiesbaden vor.
Die Aareal-Bank-Aktionäre sollen 33 Euro je Aktie bekommen. Darin ist die angekündigte Dividende von 1,60 Euro enthalten, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Angebot hervorgeht. Der Schritt ist keine Überraschung, nachdem sich die Bank und die Bieter bereits geeinigt hatten. Nun gab auch die Finanzaufsicht Bafin grünes Licht und befreite die Bieter davon, nach dem missglückten ersten Übernahmeversuch eine einjährige Sperrfrist einhalten zu müssen.
Diesmal haben sich Advent, Centerbridge und ihre Mitinvestoren die Unterstützung der zuletzt noch widerspenstigen Großaktionäre gesichert. Daher ist die Chance für einen Erfolg der Offerte dieses Mal höher. Anfang Februar hatten Advent, Centerbridge und der kanadische Pensionsfonds CPPIB mit ihrem gemeinsamen Übernahmeangebot wichtige Großaktionäre nicht überzeugen können.
Jetzt aber liegen den Bietern nach eigenen Angaben unwiderrufliche Zusagen der Aktionäre Petrus Advisers, Talomon, Teleios und Vesa vor. Diese halten circa 37 Prozent der Anteile. Die Mindestannahmeschwelle von 60 Prozent liegt damit bereits in Reichweite.
Aareal-Bank-Chef Jochen Klösges sagte zu dem neuerlichen Interesse, „die Investoren stehen voll hinter unserer Strategie und haben sich bereits ein großes Aktienpaket gesichert”. Die vom Vorstand und Aufsichtsrat verfolgte Strategie werde weiter unterstützt. Die Investorenvereinbarung beruhe zudem auf dem gemeinsamen Verständnis, dass kein Wertabfluss aus der Gesellschaft durch Ausschüttungen oder durch Abspaltung der Beteiligung der Aareal Bank AG an der Aareon erfolgen solle, hieß es in der Mitteilung der Bank weiter.
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