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Fotografie-AusstellungDie Spuren im Alltag im Blick

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Das Hauptaugenmerk von Hobbyfotografin Eva K. Günther lag nicht auf den Anschlägen oder Sehenswürdigkeiten. (Repros/Bild: Volkmann)

BERGISCH GLADBACH – BERGISCH GLADBACH. Heute, zehn Jahre nach ihrem Besuch in New York, würde die Hobbyfotografin Dr. Eva K. Günther gerne zurückzukehren und so manches Motiv noch einmal digital fotografieren. „Kaum ein Hobbyfotograf konnte sich damals eine Digitalkamera leisten“, erinnert sie sich.

Neben den 15 im Kaffee Haus Liederkranz an der Laurentiusstraße 23 ausgestellten Bildern ihrer ersten Ausstellung, fotografierte Günther auch alle weiteren Aufnahmen mit einer nicht digitalen Spiegelreflexkamera - grundsätzlich ohne künstliches Licht, Stative und künstliche Arrangements. Für die Ablichtung des Kölner Doms aus Pappe auf der New Yorker Brooklyn Bridge gewann die Bergisch Gladbacherin den WDR-Wettbewerb „Der Dom auf Reisen“.

Fünf Monate, von Oktober 2001 bis Februar 2002, verbrachte die heutige Rechtsanwältin einen großen Teil ihres Referendariats im „Big Apple“. Die Reise musste monatelang im Voraus gebucht werden, die Ankunft kurz nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center (WTC) war Zufall. „Auf dem Hinflug hatte ich fünf Sitze alleine für mich. Kaum ein Europäer ist zu der Zeit nach Amerika geflogen“, erzählt Günther.

Das Hauptaugenmerk der Hobbyfotografin lag allerdings nicht auf dem Anschlag, denn „dafür gab es zu diesem Zeitpunkt genügend journalistisch investigative Fotografen“. Günther interessierten „persönliche Eindrücke des New Yorker Lebens“. Spuren wie die noch immer über der Stadt hängende Aschewolke oder Graffiti mit dem Text „WTC RIP 2001“ (World Trade Center Ruhe in Frieden) auf Bürgersteigen sind auf vielen ihrer Motive zu finden. Sie gehörten, und gehören teils noch heute, zum New Yorker Alltag dazu. Die Ausstellung zu einem Zeitpunkt zu eröffnen, an dem sich der Anschlag auf die Zwillingstürme zum zehnten Mal jährt, lag demnach nahe.

Eva Günther zeigt kaum Bilder der weltweit bekannten New Yorker Sehenswürdigkeiten. Alles, was ihrem fotografisch geschulten Auge in den Blick fiel, bot ein potenzielles Motiv. Darunter finden sich künstlerisch bemalte Hausfassaden, aus bestimmten Blickwinkeln kurios zusammenspielende Werbeplakate sowie vom Verkehr verstopfte Straßen, die im vom Regen wieder hinuntergetragenen Staub versinken.

Auf die Frage, ob sie ihre Bilder als Kunst bezeichnet, antwortet sie: „Ich sehe mich mehr als Fotografin, denn als Künstlerin.“ Sie legt Wert auf die Abbildung der Umgebung im Augenblick - aber aus ganz eigenem Blickwinkel. Zu bestaunen sind die 15 Bilder bis zum 2. Dezember. Weitere Bilder zum Anschauen und auf Bestellung zum Kauf, liegen in einer Mappe aus