BONN – Sie ist rund 750 Jahre alt, knapp 2,5 Meter hoch, wiegt 7000 Kilogramm und ist ein Symbol der deutsch-amerikanischen Freundschaft: die große Scheibe eines Mammutbaums in der Bonner Rheinaue. Seit Freitag ist das Gastgeschenk auf Reisen, das First Lady Barbara Bush, Ehefrau des damaligen US-Präsidenten George Bush, 1989 mit nach Bonn brachte. Die Mammutbaumscheibe wurde gestern mit schwerem Gerät verladen und als Leihgabe nach Oberhausen transportiert. Dort wird sie Teil der Ausstellung „Magische Orte“ im Gasometer Oberhausen (siehe Infotext).
Ein Fachunternehmen, das auf den Transport von wertvollen Gütern spezialisiert ist, hob die sieben Tonnen schwere Mammutbaumscheibe mit Hilfe eines mobilen Portalkrans, der zum Verladen von wertvollen Kunststücken genutzt wird, hoch und hievte sie auf eine vorbereitete Plattform. In Oberhausen wird das Holzstück direkt am zukünftigen Standort platziert.
Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin des Gasometers, bedankt sich auch im Namen der Kuratoren Peter Pachnicke und Wolfgang Volz ausdrücklich, dass die Stadt Bonn sich bereit erklärt hat, für die Ausstellung die Baumscheibe zur Verfügung zu stellen, teilte die Stadt Bonn. Viele Institutionen, Museen und Sammlungen unterstützen die Ausstellung durch Leihgaben.
Die 2,40 Meter hohe, 2,70 Meter breite und sieben Tonnen schwere Baumscheibe in der Bonner Rheinaue ist ein Symbol für die deutsch-amerikanische Freundschaft. Am 31. Mai 1989 brachte Barbara Bush, damals First Lady der USA, die Mammutbaumscheibe als Gastgeschenk Amerikas mit. An der Übergabe in der Rheinaue nahm neben dem damaligen Oberbürgermeister Hans Daniels und dessen Frau Ursula auch Hannelore Kohl, Ehefrau des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl, teil. Das Stück des Mammutbaums, auch Redwood oder Sequoia genannt, stammt aus dem „Six Rivers National Forest“ in Nordkalifornien und ist rund 750 Jahre alt. Der Redwood ist der größte Baum der Welt, er wächst an der amerikanischen Westküste und kann bis zu 110 Meter hoch werden. Über Oakland und Rotterdam wurde die Scheibe nach Bonn transportiert. 20 kleine Metalltafeln erinnern auf den entsprechenden Jahresringen an wichtige Ereignisse der Bonner Geschichte. OB Daniels sagte damals: „Die Stürme der Zeit haben diesem Baum nichts anhaben können. Ich wünsche mir, dass den Stürmen der Zeit auch die deutsch-amerikanische Freundschaft standhalten wird.“ Während seine Frau die Naturskulptur überreichte, traf sich US-Präsident George Bush mit Jugendlichen zu einem Gespräch bei Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth. (EB)
