Reimund Witte ist Domdiakon. Mit ihm sprach Stefan Volberg über das Festprogramm mit Christmette und anderen Messen im Dom.
Frage: Was empfehlen Sie Gläubigen, die zur Christmette mit Kardinal Meisner kommen wollen?
Witte: Vor allen Dingen früh genug da zu sein.
Frage: An welche Uhrzeit denken Sie?
Witte: Letztes Jahr hatten wir ungefähr 6000 Menschen im Dom, Sitzplätze gibt es aber nur für 1200. Die Domschweizer öffnen den Dom um 23 Uhr, dann wallt es regelrecht herein, denn die Menschen stehen schon vorher in Mengen vor dem Eingang. Ich schätze, wer einen Sitzplatz bekommen will, sollte daher spätestens um 22.30 Uhr da sein.
Frage: Es passen aber auch alle 6000 in den Dom, wenn auch nicht in die Sitzbänke?
Witte: Natürlich. Es sollte aber jeder daran denken, sich warm anzuziehen.
Frage: Was macht man in der Wartezeit?
Witte: Ab 23.30 Uhr gibt es weihnachtliche Chor-, Orgel- und Bläsermusik, außerdem singen wir gemeinsam mit der Gemeinde Lieder wie Oh du fröhliche oder Es ist ein Ros entsprungen.
Frage: Welche Feiern sind noch sehr gut besucht?
Witte: Vor allem an Heiligabend die Christvesper für Kinder um 17 Uhr, in der auch das Weihnachtsevangelium nach Lukas vorgetragen wird, und am 1. Feiertag das Pontifikalamt um 10 Uhr mit Kardinal Meisner.
Frage: Ein besonderer Tipp ist die Hirtenmesse am 1. Feiertag. Woher kommt der Name?
Witte: Die Hirten in Bethlehem waren ja die ersten, die das Kind in der Krippe sahen, und die Hirtenmesse im Dom heißt eben so, weil sie recht früh anfängt: um 8.30 Uhr. Das Besondere daran ist, dass die Messebesucher ganz nah am Dreikönigsschrein und im Chorgestühl sitzen.
Frage: Wann läutet der Decke Pitter?
Witte: An Weihnachten drei Mal: an Heiligabend um 19 und um 23.15 Uhr, und nach der Hirtenmesse um 9.35 Uhr. Man kann alle Details aber auch noch einmal im Internet unter www.koelner-dom.de nachlesen.