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Für Wohnungen auf Kaiserbau-Gelände

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TROISDORF. Vor fast genau drei Jahren wurde die Kaiserbau-Ruine an der Autobahn 59 gesprengt. 700 000 Euro kostete die Sprengung, die Platz schaffen sollte für ein hochwertiges Gewerbegebiet. „Seither hat sich eigentlich nichts mehr getan“, stellten Vertreter der SPD nun fest. „Wir können das ändern“, erklärten sie bei einem Pressegespräch an der Uckendorfer Straße.

Gerade in Troisdorf, das sich mit dem Etikett „familienfreundliche Stadt“ schmücke, fehle es an bezahlbaren Bauplätzen, sagten Parteivorsitzender Achim Tüttenberg und Bürgermeisterkandidat Professor Peter Kreppel. Sie schlagen einen „Konzeptwechsel“ vor und regen an, die freie Fläche in ein Wohnbaugebiet umzuwandeln. Neben dem Platz für „mehrere Dutzend Einfamilienhäuser der ansprechenden Art“ bestehe dort auch die Möglichkeit, das längst schon gewünschte Begegnungszentrum Rotter See zu errichten: Diagonal vor der gerade entstehenden Skaterbahn am Haus Rott platziert, biete ein solches Gebäude auch noch Schallschutz für ein Wohngebiet. Im Zuge eines dreispurigen Ausbaus der Flughafenautobahn hoffen die Sozialdemokraten auf den Bau von Lärmschutz, der ein früheres Hindernis für Wohnbebauung auf dieser Fläche beseitige. Schließlich könne die Stadt mit einer Wohnsiedlung auch Geld sparen: Sofort wäre Verkaufserlös zu verbuchen, früher oder später fließe auch Grundsteuer. Und die teure Erschließungsstraße, die das Wohngebiet an der Uckendorfer Straße vor dem Verkehr in das geplante Gewerbegebiet schützen sollte - im Haushalt steht dafür 1 Million Euro - müsse erst gar nicht gebaut werden. (dk)