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Fußballspiel wird annulliert

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FUSSBALL. Beim Kreisliga A-Meisterschaftsspiel zwischen der SG Sistig / Krekel-Wahlen und dem VfL Kommern vom 15. Februar wurde seitens des VfL-Vorstandes gegen den Siegtreffer der Gastgeber Protest vor der Kreisspruchkammer eingereicht.

Kurz vor Spielende erzielte der SG-Stürmer Dominik Pütz den entscheidenden 2:1-Siegtreffer. Angeblich soll Schiedsrichter Josef Blum, der für die TuS Mechernich pfeift, eine Spielaktion unmittelbar vor dem Tor abgepfiffen haben, so dass die Kicker vom VfL Kommern nicht mehr ins Spielgeschehen eingriffen. Stürmer Pütz lochte ein, Schiedsrichter Blum zeigte auf den Mittelpunkt, das Tor wurde anerkannt.

Jetzt entschied die Kreisspruchkammer über diesen „klaren Regelverstoߓ. Das Verfahren konnte nach gut einer Stunde beendet werden, da Hermann-Josef Limburg, zweiter Vorsitzender von Sistig / Krekel-Wahlen, allen Mut sammelte und Hubert Jung, Vorsitzender der Senioren-Spruchkammer, schilderte, dass er beim Spiel in Sistig auf gleicher Höhe stand und genau beobachten konnte, dass der Ball zum Zeitpunkt des Pfiffes die Torlinie noch nicht überquert hatte.

Schiedsrichter Blum habe dennoch das Tor gegeben. Ein Faires Verhalten von Limburg, das auch Hubert Jung lobte: „Ich ziehe vor solch einer Ehrlichkeit den Hut.“ Auf weitere Zeugen wurde verzichtet. „Für dieses sportliche und faire Verhalten möchten wir uns bedanken“, so Kommerns Werner Breuer. Das Spiel wurde annulliert. Die drei wichtigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt wurden den Sistigern aberkannt.

Somit wird die Partie neu angesetzt. Dafür ist nun der Technische Obmann des Fußballkreises Euskirchen, Dr. Norbert Toporowsky, verantwortlich, der eigentlich noch eine Zehntagesfrist seitens der SG abwarten muss, aber: „Ich gehe nicht davon aus, dass wir Berufung einlegen. Hätte der Schiedsrichter, der sich in Widersprüche verzwickte, seinen Fehler zugegeben, wäre das Ergebnis vielleicht anders ausgegangen. Ärgerlich ist nur, dass es nun vier Nachholspiele sind, die uns noch bevor stehen“, sagte Egon Nonnen, Geschäftsführer von Sistig.

Schiedsrichter Josef Blum bleibt weiterhin bei seiner Version. Er akzeptierte nur zähneknirschend die Entscheidung der Spruchkammer: „Ein Sistiger Spieler wurde im Strafraum am Trikot festgehalten. Ich habe Vorteil laufen lassen. Das Leder überquerte die Torlinie. Es war ein reguläres Tor. Ansonsten hätte ich Elfmeter geben müssen“, schildert Blum. Sollte Sistig in der Zehntagesfrist keine rechtlichen Schritte mehr einreichen, wird die Partie am Mittwoch, 21. April, um 18.30 Uhr auf dem Aschenplatz in Wahlen nachgeholt.