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Geldautomaten gesprengt: Mutmaßliches Mitglied ausgeliefert

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Frankfurt/Main – Ein mutmaßliches Führungsmitglied einer auf die Sprengung von Geldautomaten spezialisierten kriminellen Organisation ist nach Deutschland ausgeliefert worden. Der 31-Jährige sei Anfang Dezember in Spanien aufgrund eines europäischen Haftbefehls festgenommen worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag in Frankfurt mit. Der Mann soll durch Planung und Vorbereitung an mindestens vier versuchten beziehungsweise vollendeten Sprengungen beteiligt gewesen sein. Am Montag sei er nach Deutschland ausgeliefert worden.

In einem Fall aus dem April 2019 wurden ein Geldautomat in Neu-Isenburg (Landkreis Offenbach) gesprengt und mehr als 220 000 Euro erbeutet. Den Sachschaden schätzen die Ermittler auf rund 50 000 Euro. Ein weiterer Automat ging den Angaben zufolge im Mai 2019 in Eschborn (Main-Taunus-Kreis) in die Luft, 180 000 Euro wurden gestohlen. Es entstand ein nicht näher bezifferter hoher Sachschaden, die Feuerwehr musste zur Brandbekämpfung gerufen werden. In zwei weiteren Fällen im thüringischen Eisenach und Hofheim (Main-Taunus-Kreis) griffen rechtzeitig Einsatzkräfte der Polizei zu und nahmen mehrere Tatverdächtige fest.

Im vergangenen Jahr war die Zahl der erfassten Sprengungen von Geldautomaten in Hessen von 30 im Vorjahr auf 56 gestiegen. In 27 Fällen konnten die Täter 2021 an das Bargeld in den Automaten gelangen. Der Sachschaden betrug dabei insgesamt rund 2,6 Millionen Euro, die Täter stahlen nach Angaben der Ermittler mehr als 2,7 Millionen Euro.

© dpa-infocom, dpa:220215-99-139134/2 (dpa/lhe)