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Halbmond, Kreuz und Davidstern

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LOHMAR. Mit Kreuz, Halbmond nebst Stern und Davidstern hat Brigitte Simon nach einem Entwurf von Jugendlichen die drei großen Religionen Christentum, Islam und Judentun in Tiffany-Technik vereint. Es zeige den Wunsch der jungen Menschen nach Frieden, Harmonie und Gemeinsamkeit, meinte die Künstlerin, die neben diesem Werk eine große Auswahl von figürlichen und abstrakten Glasbildern und Arbeiten mit Achatscheiben präsentierte. Reichlich ästhetisches Kunsthandwerk gab es vier Tage im Birker Haus des Ehepaares Brigitte und Hubert Simon zu sehen und zu erwerben. Hoch aufgerichtete Steinzeug-Figuren mit friedvollem Ausdruck zeigte die Neunkirchener Keramikerin Margit Mitterer-Maier, so etwa schlanke Büsten mit archaischen Zügen oder etliche der von ihr bekannten knubbeligen Hühner. Mit Schmuck in Gold und Silber war der Weilerswister Goldschmied Wilfried Gutknecht vertreten. Einmal jährlich veranstaltet das Ehepaar gemeinsam mit von Brigitte Simon ausgesuchten Künstlern und Kunsthandwerkern in ihrem Haus eine mehrtägige Verkaufsausstellung zu Gunsten des von ihnen gegründeten Vereins „Campus 15 - Jugend wagt den Frieden“. Die 1997 gegründete Verein, der 2001 den Sonderpreis des Rhein-Sieg-Kreises für Ehrenamt und 2003 den Kölner Bilz-Preis für Völkerverständigung erhielt, setzt bei ihrer Arbeit für Versöhnung und Konfliktbewältigung auf Jugendliche aus Krisengebieten. Bei sozialen Porjekten in Feriencamps lernen sie, miteinander vorurteilsfrei umzugehen und damit Vorsorge statt Nachsorge betreiben. Mit ein Ziel des Initiators des an der Basis orientierten Friedensdienstes ist es, dass sich ein Netzwerk zwischen den etwa 15 beteiligten Organisationen entwickelt, die dann in Südosteuropa selbst ähnliche Projekte starten. „Es soll ein Selbstläufer im Miteinander werden“, hofft der ehemalige Berufssoldat, der ihm Rahmen seiner Berufstätigkeit Einblick in internationale Kooperationsprojekte nehmen konnte. Dabei sei es schwierig, deutsche Jugendliche zu finden, die in den Sommerferien bereit sind, drei Wochen in einem Camp im Rhein-Sieg-Kreis zu verbringen, bedauerte Simon. Diejenigen, die an den Camps teilnähmen, seien allerdings ganz tolle deutsche Jugendliche, von denen etwa die Hälfte Mitglieder des Vereins würden. Am schwierigsten sei es, Spenden für die weitere Arbeit ihres Friedensprojekts zu bekommen, das nicht allein durch Mitgliedsbeiträge zu finanzieren sei.