LINDLAR / WIPPERFÜRTH. Hermann Haeck ist tot. Er verstarb am Dienstag, 30 September, im Alter von 91 Jahren. Heimatliebe sowie kulturelles und soziales Engagement haben seinen Lebensweg geprägt, wie die Gründungen des Eisenbahnmuseums Dieringhausen und des Deutsch-Ordens-Wohnstiftes in Köln-Brück.
Mit Mutterwitz und aufrichtiger Großherzigkeit pflegte der 1916 in Kemmerich geborene Haeck seinen Mitmenschen zu begegnen. Seinem beherzten Einsatz verdankt die Region den Erhalt des Alten Seminars in Wipperfürth, der Heitzmühle im Lennefetal und des Alten Bahnhofs von Linde. Das letzte Geschenk, das ihm vor seinem Tod zuteil wurde, ist die Erfüllung seiner Vision, nach der der Bahndamm zwischen Lindlar und Hommerich nun öffentlich genutzt wird. Hatte sich der Traum des Schienenverkehrs nicht erfüllt, so ist der Radwegeausbau eine nicht minder glückliche Lösung. Als Freund und Förderer war er den regionalen Traditionsvereinen zugetan und sein Geburtstag am 7. Dezember war ein beliebter Begriff im Jahreskalender. Seine Verdienste wurden durch den Rheinlandtaler und das Bundesverdienstkreuz gewürdigt. (eo)