OVERATH. Nun freut Euch, Ihr Christen, singet Jubellieder" - mit diesem Lied zum Einzug zur Festmesse begrüßten katholische Christen von St. Walburga Overath und Maria Hilf Vilkerath ihren neuen Pfarrer.
Sie mussten lange auf ihn warten. Schon im Juni 2002 wurde Pfarrer Rony Hermans (tränenreich) verabschiedet. Viele Monate hat Kaplan Winfried Kissels die entstandene Lücke ausgefüllt - in hervorragender Manier.
Dieser herzliche Empfang war grandios, motivierend für meine künftige Arbeit", zeigte sich Pfarrer Joachim Zöller beeindruckt von den Sympathiebeweisen: Ich freue mich sehr und beginne meinen Dienst frohen Herzens. Hier fühle ich mich wohl. "
Die Organisation des Festaktes und des anschließenden Empfanges war perfekt. Kaplan Kissel ist inzwischen gewiss ein Experte in strategischen" Planungen.
Allein der Einzug in das Gotteshaus erwies sich als Problem. 14 Priester und 60 Messdiener kämpften zunächst vor der Kirche mit Schnee und Sturm und fortan im Kirchenschiff um Einlass. In der letzten Reihe war ob der riesigen Schar von Gläubigen kein Durchkommen.
Alle an St. Walburga und Maria Hilf ansässigen Chöre unter der Leitung von Kantor (und Könner) Stefan Lenders begleiteten die Fest-Messe musikalisch. Die Kirchenchöre St. Walburga und St. Cäcilia, der Junge Chor Overath, der Spontan-Chor Vilkerath, der Kinder- und Teenie-Chor Overath boten Proben ihres - dank Lenders großen - Könnens. Zum Finale furioso erklang die Orgel mit Toccata aus der 5. Sinfonie von Widor.
Beim anschließenden Empfang im Walburga-Haus nutzten viele Gläubige die Gelegenheit zur Begegnung mit ihrem neuen Pfarrer. Joachim Zöller lernte auch gleich bergische Eigenart kennen. Das Overather Dreigestirn machte seine Aufwartung zu Ehren des neuen Gottesmannes.
Pfarrer Zöller sieht seiner neuen Aufgabe zuversichtlich entgegen. Beim Einzug ist außer dem Rasen am Pfarrhaus, in den sich der Umzugs-Lkw eingegraben hat, und einem Glas nichts kaputt gegangen. Und Scherben bringen ja bekanntlich Glück.