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HintergrundMucher Köpfe

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Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll hat in Much Spuren hinterlassen. Der Dichter Arnold Leifert, Schöpfer des Lyrikwanderweges, hat dem Schriftsteller nachgespürt, der als junger Soldat im November 1944 neun Monate in der Gemeinde unterschlüpfte. Seine Familie war nach Much evakuiert worden. Sein erster Sohn Christoph kam im Klösterchen zur Welt. Er wurde nur wenige Wochen alt und in Marienfeld beerdigt.

Ehrenbürgermeister Fritz Wilhelm (Bild links) gehört zu den beliebtesten Einwohnern. 19 Jahre war er ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde gewesen, ehe er 1994 im Alter von 71 Jahren nicht wieder kandidierte. Nicht nur in diesem Amt hatte der aus dem Banat stammende Wilhelm Akzente gesetzt. 1957 hatte er mit nur 34 Jahren - als jüngster Rektor in ganz NRW - die Leitung der Realschule Much übernommen und hunderte Schüler zur Mittleren Reife geführt.

In die "Top 100" der innovativsten Unternehmen in Deutschland aufgestiegen ist jüngst die Maschinenfabrik Wagner in Birrenbachshöhe. Geschäftsführer Paul-Heinz Wagner hat sich auf das Lösen und Festziehen von Schrauben spezialisiert. Sein Unternehmen, das er vor 47 Jahren mit dem Erlös einer Nerzfarm gründete, produziert Schraubwerkzeuge für die Industrie - die Windkraft-, Öl-, Gas-oder Kraftwerksindustrie genauso wie etwa den Schiff- oder Bergbau. Neben mechanischen Geräten bietet sie auch elektronische und hydraulische Schraubsysteme an.

Gentleman-Boxer Henry Maske genoss zehn Jahre die gute Luft in Much, ebenso wie es die prominenten Einwohner Claus Horstmann (zweites Bild), FC Köln-Geschäftsführer, Schlagerbarde Guildo Horn (Bild Mitte) und der gebürtige Schalker TV-Sportmoderator Uli Potofski tun. Letzterer, der im Alter von 18 Jahren bei einem kurzen Abstecher in die Schlagerbranche mit dem T-Rex-Hit "Hot Love" einen 1. Platz in der ZDF-Hitparade erreichte, schwärmt von seinem Wohnort Schwellenbach in den höchsten Tönen. "Der Sonnenuntergang dort ist nicht zu toppen!"

Juliane Schmitz (Bild rechts) aus Düsseldorf wurde in Much zur Käsefabrikantin. Die gelernte Krankenschwester, die mit ihrem Ehemann, einem Milchbauern, im Ortsteil Reinshagen lebt, erzeugt unter anderem aus eigener Milch den einzigen Höhlenkäse Deutschlands. In der Tropfsteinhöhle von Attendorn reift diese Spezialität von "Jules Käsekiste" heran.