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Hochhaus bleibt am Waidmarkt

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Der Wettbewerb zur Neugestaltung des Areals rund um das frühere Polizeipräsidium am Waidmarkt ist entschieden. Sieger ist dem Vernehmen nach das Büro Bieling Architekten aus Kassel. Der Investor, die Mannheimer Fay-Gruppe, wollte sich gestern dazu noch nicht äußern. Bestätigt wurde aber: Das Hochhaus nahe der Kirche St. Georg bleibt stehen. Es soll eine neue Fassade bekommen und später als Hotel oder Bürogebäude genutzt werden.

Entlang der Nord-Süd-Fahrt, die an dieser Stelle Tel-Aviv-Straße heißt, sowie am Blaubach soll eine Randbebauung entstehen. Die Höhe ist zurzeit mit sechs beziehungsweise sieben Geschossen vorgesehen, möglicherweise aber noch nicht endgültig entschieden. Sie schirmt drei Wohnblöcke ab, die im Inneren des Geländes realisiert werden und dort einen Innenhof bilden.

Die FDP hatte angeregt, bei einer Neugestaltung des Geländes auf das 51 Meter hohe Gebäude zu verzichten. Dagegen sprach das Planziel, mehr als 40 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche zu verwirklichen. Karl Jürgen Klipper, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, beurteilt den Ausgang des Wettbewerbs positiv: „Das Hochhaus gehört zum Stadtbild.“ Enttäuscht zeigt sich dagegen FDP-Fraktionschef Ralph Sterck. „Damit wurde die Chance vertan, einen städtebaulichen Missstand zu beseitigen, denn nirgendwo in Köln rückt ein Hochhaus so unanständig nah an eine romanische Kirche heran.“

Die Fay-Gruppe hat angekündigt, 90 Millionen Euro in das Areal zu investieren, und will das Bauvorhaben bis Ende 2009 zum Abschluss gebracht haben. Auf dem Gelände an der alten Heerstraße werden archäologische Schätze vermutet, für die Ausgrabungen sind daher fünf Monate Zeit veranschlagt. (cid)