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Hoffnungsträger der SPD

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SIEGBURG. Keine Frage: Er ist der Hoffnungsträger der Siegburger SPD. Mit überwältigender Mehrheit von 40 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme wurde Frank Sauerzweig (32), zugleich Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahl 2004, jetzt auch in seinem Amt als Vorsitzender der Partei bestätigt. Über ähnlich satte Mehrheiten verfügen auch die anderen Vorstandsmitglieder. Vize Oliver Schmidt erhielt 39 Stimmen, Geschäftsführer Detlef Krause 34, Kassiererin Waltraud Schmidt 38 und ihr Stellvertreter Klaus Schmidt 39.

Bei diesen Ämtern war erstmals nach über 40 Jahren ein Wechsel erforderlich, nachdem der bisherige Schatzmeister Kurt Rubröder am 19. Februar im Alter von 75 Jahren verstarb und seine Ehefrau Margret, bislang stellvertretende Kassiererin, auf eine erneute Kandidatur verzichtete. Sie wolle und könne diese Arbeit nicht fortsetzen, habe sie dem Vorsitzenden „in sehr vielen Gesprächen“ deutlich gemacht. „Ohne viele Worte, denn ich würde ohnehin nicht die richtigen Worte finden für das, was du für uns getan hast“, dankte der Parteichef Margret Rubröder für ihr langjähriges politisches Engagement, das nahezu parallel mit dem ihres Mannes verlaufen war.

In Koblenz geboren, kam sie 1955 mit ihrem Mann nach Siegburg und war seit 1960 stellvertretende Kassiererin des SPD-Ortsvereins, zudem 23 Jahre Sekretärin bei der Industriegewerkschaft Metall in Siegburg. In der Gewerkschaft wie in der Partei engagierte sie sich vornehmlich in der Frauenpolitik. Im Kreisverband der SPD, damals noch Unterbezirk, war sie in den 70er und 80er Jahren Vorsitzende des Frauenausschusses. Wenngleich sie sich aus dem Vorstand nun zurückzog, so will sie ihren Nachfolgern doch mit Rat und Tat weiter zur Seite stehen.

Die Kassierer sind nicht die einzigen neuen Gesichter im Vorstand der SPD. Zum Presseobmann wurde Michael Keller gewählt, zur Schriftführerin Beate Willmann-Preller. Zudem rückte Katharina stauch als Beisitzerin in den Vorstand auf, nachdem ihr Vater Lothar stauch, Vorsitzender der Stadtratsfraktion, auf eine Kandidatur verzichtete. Weitere Beisitzer sind Barbara Siegel, Harald Eichen- nur, Martin Kautuzer und Nargis Kalakani als Ausländerbeauftragte.

Mithin steht das Team fest, das die Partei in den nächsten Kommunalwahlkampf führen wird. Derweil seien Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themenschwerpunkten schon mit der inhaltlichen Ausrichtung des Wahlkampfs beschäftigt, erläuterte Sauerzweig, und noch vor der Sommerpause sollen die Kandidaten für alle Wahlbezirke aufgestellt werden. Dabei will der Herausforderer von Bürgermeister Rolf Krieger die Rolle seiner Partei neu definieren - „weg von der Schwarzmalerei und ewigen Miesmacherei hin zu innovativen Projekten“. Und wenn ihm trotz allem noch etwas Zeit bleibe, will er im Juni seine Verlobte Sabine Miebach heiraten.