KERPEN. Ein Teil der insolventen HTF-Logistics wird erhalten bleiben. Wie Joachim Förster, Vertriebsleiter des Logistikunternehmens Langenlonsheimer Transportgesellschaft (LTG) berichtet, wird die LTG das Kerngeschäft mit Spezialfahrzeugen weiterführen. Dies sei zum 1. September von Gläubigerausschuss und Insolvenzverwalter beschlossen worden. Die Standorte in Kerpen sowie an der Messe in Frankfurt werden beibehalten - in der Kolpingstadt aber nicht auf dem bisherigen Gelände. Wohin es geht, konnte Förster gestern noch nicht definitiv sagen, am Nachmittag fand die Besichtigung eines Areals statt, das vielleicht in Frage kommt.
Umzug auf
anderes Gelände
Das von Thomas Bormann 1986 in Frechen gegründete Unternehmen HTF war im Februar mit der Düsseldorfer ID Holding zusammengegangen, im Juli war dann das Insolvenzverfahren für die ID Holding eröffnet worden. Zu der Zeit des Zusammenschlusses hatte HTF Logistics rund 340 Mitarbeiter.
Etwas über 100 Fahrzeuge - im März bestand die HTF-Flotte aus 240 - sollen von der LTG übernommen werden, ebensoviele Fahrer plus Ersatzfahrer. Werkstatt und Lagerumschlag in der Kolpingstadt bleiben erhalten, so Förster, voraussichtlich 10 bis 12 Mitarbeiter in der Verwaltung werden übernommen - ausschließlich aus sozialen Gründen. Wir werden uns auf das Kerngeschäft mit Spezialfahrzeugen konzentrieren, kündigt Förster an und betont: Hätte HTF dies auch getan und wäre die Firma nicht mit ID Holding zusammengegangen, könnte es sie noch geben. Nicht verändert wird der Namenszug auf den Lkw. Dazu betont der Vertriebsleiter: Die LTG besitze zwar die Namensrechte, sei aber kein Rechtsnachfolger der HTF.
Namenszug auf Lkw
bleiben bestehen
Die LTG wurde 1982 von dem jetzigen Geschäftsführer Manfred Graffe als Spedition Manfred Graffe gegründet. 1992 entstand die LTG mbH, die sich auf Marktnischen spezialisierte. Mittlerweile sind 730 Fahrzeuge des Unternehmens unterwegs, Standorte sind die Zentrale in Langenlonsheim, Speyer, Neuwied und Hannover. Den Kölner Raum habe die LTG GmbH bislang gemieden, eben wegen der Konkurrenz durch HTF, erklärt Förster.