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„Im Kreis sicherlich einzigartig“

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„Urologische Erkrankungen tauchen verstärkt bei der älteren Bevölkerung auf“, sagt Dr. Vilmos Nagy, der seit viereinhalb Jahren Chefarzt der urologischen Abteilung des Kreiskrankenhauses in Mechernich ist.

MECHERNICH. Aus der früheren Zeit, in der die Urologie vom Chirurgen wahrgenommen wurde, besteht vielfach die Auffassung, eine Therapie sei rein operativ, zum Beispiel auf die Entfernung einer Niere oder der Prostata beschränkt. Durch die Entwicklung der modernen „Uro-Chirurgie“ mit Organ erhaltenden Eingriffen habe sich das geändert. Vor 30 Jahren hat der gebürtige Österreicher Dr. Gerd Fröhlich in Mechernich die Urologie-Abteilung eingerichtet. „Die hat er alleine aufgebaut. Und das noch sozusagen als Untermieter“, erinnerte Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Hans Rossels.

Nach und nach konnte Dr. Fröhlich seine Abteilung erweitern. Mit dem Umbau des Kreiskrankenhauses 1992 erhielt die Urologie eine eigene Station und verfügt inzwischen über 35 Betten sowie moderne Technik und das dazugehörige Fachpersonal. „Seither konnten wir mit der rasanten Entwicklung in der Urologie mitgehen“, so Nagy weiter. Sieben Ärzte sind in der Urologie tätig, darunter fünf Fachärzte. „Das untermauert die Professionalität der Abteilung“, so Rossels.

Als einen echten Wachstumsmarkt bezeichnete Chefarzt Dr. Nagy aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung die Urologie. In 2004 wurden 1480, in 2005 rund 1600 stationäre Fälle behandelt. Bis auf geringe Einschränkungen könne das gesamte urologische Gebiet in Mechernich abgedeckt werden. So werden bösartige Tumore, Nieren- und Harnleitersteine, Harninkontinenz sowie urologische Erkrankungen bei Kindern mit den modernsten Methoden behandelt.

Weiterbildung

in Mechernich

„Eine solche Abteilung ist im Kreis Euskirchen sicherlich einzigartig“, sagte Rossels. Die meisten im Kreisgebiet niedergelassenen Fachärzte, so Dr. Nagy, haben ihre Weiterbildung in Mechernich absolviert und arbeiten weiterhin eng mit der Mechernicher Abteilung zusammen.

Auf dem Gelände des Kreiskrankenhauses wird derzeit ein Ärztehaus gebaut, in das mehrere niedergelassene Ärzte verschiedener Fachrichtungen ihre Praxis verlegen werden. „Der Bau wird auch die weitere Kooperation und Vernetzung der ambulanten und stationären Urologie prägen und forcieren“, so Urologie-Arzt Dr. Ulrich Schwarzer.