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Innenministerium und Banken gründen „Allianz Geldautomaten”

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Wiesbaden – Im Kampf gegen schwerkriminelle Geldautomatensprenger schließt Hessen eine Allianz mit der Bankenwirtschaft. Damit soll die Zahl von Automatensprengungen signifikant gesenkt werden, um insbesondere die Gefahr für Menschen weiter zu minimieren, teilte das Innenministerium am Mittwoch in Wiesbaden mit. Unter anderem solle die Prävention an Standorten erhöht werden, für die das Risiko einer Sprengung besonders hoch ist. Zu den vorbeugenden Maßnahmen zählen laut Ministerium Videoüberwachung, Schließzeiten über Nacht und Einfärbeschutz der Scheine.

Im vergangenen Jahr wurden den Angaben zufolge 56 Automaten in Hessen beschädigt und zum Teil vollständig in die Luft gejagt, im laufenden Jahr sind bereits mehr als ein Dutzend Fälle registriert worden. „Die skrupellosen Täter setzen mittlerweile überwiegend hochgefährliche Festsprengstoffe ein, die ganze Filialen verwüsten und dabei rücksichtslos die Leben von unbeteiligten Dritten, wie Anwohner und Bankkunden, gefährden”, erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU).

Der Allianz gehören zur Gründung 14 hessische Kreditinstitute an. Deren Sicherheitsexperten wollen sich künftig noch enger mit der Polizei austauschen. Geplant sind laut Ministerium auch gemeinsame Testsprengungen.

© dpa-infocom, dpa:220517-99-326686/3 (dpa/lhe)