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Interview mit Peter MüllerBeruf des Polizisten ist krisensicher

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Wie schwer ist es heutzutage, junge Leute für den Beruf des Polizisten zu begeistern?

Peter Müller: Der Beruf ist krisensicher. Er bietet Chancengleichheit für Frauen und Männer. Es winken ein bezahltes Studium und die garantierte Übernahme bei erfolgreichem Abschluss. Und man hat es in diesem Beruf letztendlich mit Menschen und den damit verbundenen Herausforderungen zu tun.

Wirtschaftsbetriebe attestieren einigen Auszubildenden Unzuverlässigkeit und mahnen den Bildungsnotstand an. Sind angehende Polizisten von einem anderen Schlag?

Müller: Die jungen Menschen, die bei der Polizei einsteigen möchten, lassen einen Bildungsnotstand nicht erkennen. Sie werden in einem dreitägigen Testverfahren regelrecht auf Herz und Nieren geprüft. Dazu gehören Allgemeinwissen, charakterliche Eigenschaften und Konfliktfähigkeit. Ist man erst einmal Polizeischüler, dann stellt der dreijährige Bachelor-Studiengang hohe Anforderungen. Ständige Prüfungen erfordern ein hohes Maß an Leistungsbereitschaft, Disziplin und Lernwillen.

Zurück zu den Praktika. Haben Sie inzwischen ein Gespür dafür, wer ein idealer Polizist werden könnte?

Müller: Maßgeblich sind ein gepflegtes Erscheinungsbild und korrekte Umgangsformen. Offenheit im Umgang mit Menschen, Selbstbewusstsein, Zuverlässigkeit sowie Kommunikations- und Teamfähigkeit. Übrigens: Am 28. Juni beginnt das zweite diesjährige Praktikum, an dem Schüler der Euskirchener Marienschule teilnehmen.

Zurzeit laufen viele Polizei-Serien im Fernsehen. Dort geht es ganz schön zur Sache. Was ist der größte Irrtum, dem die jugendlichen Interessenten für den Polizeiberuf unterliegen?

Müller: In diesen Serien wird nur in den wenigsten Fällen die Realität des Polizeialltags wiedergegeben. Das übertriebene Actionverhalten im Zusammenhang mit dem Einsatz von Schusswaffen, Verfolgungsfahrten oder Alleingängen bei gefährlichen Einsätzen ist völlig überzogen und realitätsfremd.

Was können Eltern und Schule tun, um den Nachwuchs für den Polizeiberuf zu motivieren?

Müller: Vom Elternhaus wünsche ich mir eine positive Darstellung unseres Berufes. Die Polizei als Freund und Helfer passt dabei vollkommen ins Bild. Die Schulen könnten uns mit Projekten zum Thema Polizei helfen. Auch würde ich mir die Vermittlung der polizeilichen Aufgaben und ihre Bedeutung für die Gesellschaft in den entsprechenden Unterrichtsfächern wünschen.