Abo

Ist vermisste Frau getötet worden?

2 min

RHEIN-ERFT-KREIS. 30 Jahre ist es jetzt her, dass Pauline Sybille Breuer aus Erftstadt spurlos verschwand. Doch jetzt könnte sich möglicherweise eine neue Spur in dem Fall ergeben. Die niederländische Polizei untersucht nämlich, ob es sich bei einer jungen Frau, die am 24. Oktober 1976 in Maarsbergen tot aufgefunden wurde, um die vermisste Erftstädterin handelt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Frau ermordet wurde.

Ursprünglich glaubten die Ermittler, bei der Toten handelte es sich um die ebenfalls seit 1976 vermisste Monique Jacobse aus Maarsbergen. Doch laut niederländischen Medienberichten meldete sich Monique im August 2006 bei ihren Verwandten. Sie hatte in den USA ein neues Leben begonnen. Daraufhin wurde die Tote exhumiert, und ein DNA-Test ergab, dass es sich nicht um die Leiche von Monique Jacobse handelt. Der Fall wurde neu aufgerollt.

Bei ihren Ermittlungen fiel den Beamten auf, dass die damals 22-jährige Erftstädterin etwa zwei Monate vor dem Auffinden der Leiche verschwunden war. Jetzt soll von Paulines Schwester Gertrud Weinen, die in Euskirchen lebt, eine DNA-Probe genommen werden, um zu klären, ob es sich bei der Toten tatsächlich um die verschwundene Erftstädterin handelt.

Wie Anton Hamacher, Hauptkommissar bei der Kreispolizeibehörde des Rhein-Erft-Kreises, bestätigte, haben die holländischen Behörden ein entsprechendes Amtshilfeersuchen gestellt. „Wir haben mit der Familie von Pauline Sybille Breuer Kontakt aufgenommen und gehen davon aus, dass wir eine DNA-Probe nehmen können“, erklärt er. Das Material werde dann zur Auswertung in die Niederlande geschickt.

„Ein konkreter Hinweis darauf, dass es sich bei der Toten um die Frau aus Erftstadt handelt, liegt nicht vor“, betont Hamacher. Es handele sich lediglich um eine Vermutung, die jetzt anhand des DNA-Tests überprüft werden soll.

Die Schwester der Vermissten, Gertrud Weinen, möchte sich zu der neuen Entwicklung nicht äußern. Lediglich ihr Mann stellte sich gestern kurz den mittlerweile wohl zahlreichen Medienanfragen. „Meine Frau wird von der Welle überrollt und kann nichts mehr dazu sagen. Das alles nimmt sie sehr mit.“ (gj / ngo)