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JahreshauptversammlungPolizeibeamter wird Chef der CDU

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OVERATH – Die Overather CDU hat einen neuen Vorsitzenden: Der Polizeibeamte Guido Lazotta (45) wurde auf der Jahreshauptversammlung einstimmig bei drei Enthaltungen zum Nachfolger von Dr. Eva Miersch gewählt. Die alte Chefin hatte aus privaten Gründen nicht mehr kandidieren wollen, bleibt dem Parteivorstand aber als Pressesprecherin erhalten. Neuer erster Stellvertreter wurde der bisherige zweite Vize Hardi Kohkemper, dem in dieser Funktion CDU-Ratsherr Hans Müller aus Immekeppel folgt.

Lazotta, verheiratet und Vater zweier Kinder, ist in der Overather Gesellschaft so etwas wie ein Senkrechtstarter: Anfang 2009 wurde der Ordnungshüter, der bei der Bundespolizei in Köln für die Fortbildung von 260 Kollegen zuständig ist, gemeinsam mit Ehefrau Martina als Prinzenpaar der Overather KG „Spass am Karneval“ proklamiert, im Juni 2009 wurde er Vize-Vorsitzender der CDU Overath, und im August 2009 zog der gebürtige Westfale in den Stadtrat ein. Von entscheidender Bedeutung war nach eigenem Bekunden die närrische Zeit: „Damit sind wir so richtig in Overath angekommen.“

Im Stadtrat hat Lazotta seither schon mehr als einmal durch seine offene Art auf sich aufmerksam gemacht: Statt eisenhart die Parteidisziplin zu wahren, setzte er hinter so manchem umstrittenen Projekt, das vor seiner Zeit beschlossen worden war, ein Fragezeichen - gelegentlich ärgerlich für die Verfechter dieser Projekte, aber letztlich doch hilfreich für das Klima im Rat: Dort müssen die Minderheitenvertreter auch dank Lazotta nicht das Gefühl haben, gegen eine Betonwand anzureden, und die Vertreter der Mehrheit sind gezwungen, ihre Entscheidungen auch für Neulinge plausibel zu begründen. Das gilt für das wegen möglicher Zuschüsse zunächst erwogene, dann aber doch verworfene zusätzliche Parkdeck am Bahnhof ebenso wie für das Regionale-Projekt an Gut Eichthal.

Mit Bürgermeister Heider will CDU-Chef Lazotta eng zusammenarbeiten: „Er ist unser Bürgermeister, und wir als CDU stehen voll hinter ihm.“ Für die CDU komme es nun darauf an, die städtischen Projekte zum Erfolg werden zu lassen. Unterstützt werden wird Lazotta dabei auch von seiner Vorgängerin Eva Miersch. Die Tierärztin wird sich nach eigenem Bekunden einmal wöchentlich mit Heider treffen. Lazotta und Miersch sehen es als vordringliche Aufgabe, die Kommunikation der Partei mit dem Bürgermeister und der Fraktion zu verbessern - obwohl da in den vergangenen zwei Jahren viel geschehen sei. Aber auch die Dialog mit den Bürgern soll intensiviert werden.