WIEHL – Die rasante Entwicklung, die die bergische Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) in den vergangenen 15 Jahren genommen hat, ist von seiner Person nicht zu trennen.
Mit Adomaitis verabschiedet wurde der ehrenamtliche Vorstand, Hans-Georg Freiherr von Müffling aus Bergisch Gladbach, der für seine Verdienste mit dem Johanniter-Ehrenzeichen dekoriert wurde. Zugleich wurde mit dem Gummersbacher Christoph Ritter von Weber Chrustschoff der neue ehrenamtliche Vorstand in den Regionalvorstand eingeführt. Als vierten im Bunde setzte die JUH schließlich auch Adomaitis Nachfolger in der hauptamtlichen Führung, Steffen Lengsfeld, offiziell ein. Nach einem von Gisbert von Spankeren geleiteten Gottesdienst in der evangelischen Kirche fand im Forum der Volksbank ein Festakt statt.
Michael Adomaitis musste seinen verantwortungsvollen Posten aus gesundheitlichen Gründen aufgeben, er kämpft mit einer wieder aufgetretenen Krebserkrankung. Er bleibt den Johannitern aber verbunden, indem er eine Aufgabe im Landesverband übernommen hat, zudem setzt er sich ehrenamtlich für den Förderverein des Wiehler Johannes-Hospizes ein. Dieses Projekt ragt heraus in der beeindruckenden Bilanz seiner Tätigkeit, die er 1994 in Wiehl aufnahm. Zuvor war Adomaitis für die JUH in Velbert und Wuppertal und beim Aufbau der Johanniter-Organisation in Brandenburg tätig. In Wiehl gelang ihm die Fusion der Kreisverbände Oberberg und Rhein-Berg und die Verzehnfachung des Umsatzes auf heute 14 Millionen Euro. 19 Kindertagesstätten und ein eigens Hospiz zählen zum Wirkungsbereich der Johanniter, das sei einmalig, bilanzierte Wilfried Nelles vom JUH-Landesvorstand: Adomaitis Engagement habe dem „Erhalt der Menschenwürde vom Anfang bis zum Ende“ gedient. Dafür wurde er mit der Verdienstmedaille des Landesverbandes ausgezeichnet.
Sein Nachfolger Steffen Lengsfeld kommt vom Roten Kreuz und freut sich, dass es beim JUH kürzerer Entscheidungswege und für ihn damit größere Gestaltungsmöglichkeiten gibt. Sein Ziel ist es, die vielfältigen sozialen Dienste, die der bergische Verband teils nur punktuell anbietet, flächendeckend vorzuhalten. Der neue Ehrenamter an seiner Seite will dabei helfen: „Ich bin ein aktiver Johanniter-Ordensritter“, sagt von Weber Chrustschoff. „Zudem ist er mir wichtig, den geistlichen Charakter unserer Arbeit herauszustellen.“