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Karnevalsprinz geht, aber nicht so ganz

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ELSDORF-HEPPENDORF. Seine Modelleisenbahn hat er noch nicht abgebaut, also bleibt er noch eine Weile. Pfarrer Harald Fischer, zuständig für Heppendorf und Berrendorf / Grouven, wird im Juni von seinen Gemeinden verabschiedet. Denn den 43-Jährigen zieht es in seine Heimat zurück, ins Bergische Land.

„Ich habe immer gesagt, dass ich eines Tages zurückkehre“, sagt Fischer. Als eine Pfarrstelle im Pfarrverband Kürten im Dekanat Altenberg frei wurde, bewarb er sich. „Ich hatte schon immer den Wunsch, Pastor von Altenberg zu werden“, erzählt Fischer. Im Pfarrverband Kürten wird er mit einem anderen Pfarrer als leitender Pfarrer vier Gemeinden betreuen.

„Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge, das ist schon schwer“, sagt der Pfarrer. Seit 1996 ist er für Berrendorf, Heppendorf und Grouven zuständig. Er ist Bezirkspräses der Schützen im Bezirk Bergheim-Nord und war bis letztes Jahr sechs Jahre lang Dekanatspräses der Frauengemeinschaften Elsdorf und Bedburg.

Er hat viele gute Erinnerungen an seine Zeit in Heppendorf und Berrendorf. Besonders gern denkt Harald Fischer, der seit 15 Jahren Priester ist, an seine Zeit als Karnevalsprinz in Berrendorf zurück. Das war 1998, als er für die KG „Narrenzunft“ eine ganze Session lang das närrische Volk regierte, wohl als erster Pfarrer im Kölner Raum. Seine Arbeit als Pfarrer durfte dabei natürlich nicht zu kurz kommen. Auch an die Zeltlager mit den Messdienern und an die Fahrten nach Rom oder Frankreich erinnert er sich gern.

Weniger gut fand der Pfarrer das monatelange „Hin und Her“ um die dritte Kindergartengruppe in Heppendorf. „Das war nicht schön war, und das wird weiter Sorgen machen“, sagt er. Ein zweiter Wermutstropfen ist für ihn die Renovierung der Berrendorfer Kirche. „Das ist zu einem Fass ohne Boden geworden“, sagt Harald Fischer.

Hatte die Pfarrgemeinde anfangs mit Kosten von rund 500 000 Euro gerechnet, so sind es jetzt bereits 2,3 Millionen Euro, weil neue Schäden entdeckt wurden. Das Erzbistum hat die Arbeiten vorerst gestoppt, um zu prüfen, wie es weitergehen soll. Laut Fischer kann es noch bis zu drei Jahre dauern, bis die Sanierung abgeschlossen ist.

Harald Fischer geht zurück ins Bergische, aber so ganz wird er nicht gehen. Er will auch künftig Mitglied der Heppendorfer KG „Blaukappen“ und der Berrendorfer „Narrenzunft“ bleiben. Auch wird er bei den jährlichen Wallfahrten der Berrendorfer Matthias-Bruderschaft nach Trier mitmarschieren.

Nachfolger Fischers in Heppendorf und Berrendorf wird Pfarrer Rainer Kalina sein, der bereits Pfarrer für Elsdorf und Angelsdorf ist. Zweiter Pfarrer im Pfarrverband Elsdorf, der aus sieben Gemeinden besteht, ist Stephan Krenzel. Er betreut Niederembt, Oberembt und Esch. Einen dritten Pfarrer neben Kalina und Krenzel wollte das Erzbistum aus Kostengründen nicht mehr genehmigen.

„Für den Pfarrverband Elsdorf waren ohnehin nur zwei Pfarrer vorgesehen“, so Fischer. Das Erzbistum hat aber zugestanden, dass der Pfarrer Heribert Koch als Pfarrvikar im Pfarrverband Elsdorf aushelfen wird. Der 60-Jährige kommt aus Rommerskirchen.