Abo

Kauf des richtigen HelmsEr muss passen, um Schutz zu bieten

2 min

Ein plötzliches Hindernis, ein unaufmerksamer Mitmensch – schon kann es für Radfahrer im Straßenverkehr schnell brenzlig werden. Gerade dort, wo viele Fahrzeuge unterwegs sind, lauern Gefahren, die nicht immer vorhersehbar oder leicht einzuschätzen sind. Wer mit Helm unterwegs ist, kann das Risiko einer schweren Kopfverletzung mindern – sofern dieser richtig eingestellt ist. Ein falsch sitzender Helm büßt einen Großteil seiner Schutzfunktion ein, da er leicht in die Stirn oder den Nacken rutschen kann. Beim Kauf sind daher einige Dinge zu beachten.

Unbedingt anprobieren

„Dass der Helm vor dem Kauf anprobiert wird, sollte selbstverständlich sein“, sagt Stephan Behrendt, Technik-Experte beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Aus diesem Grund rät der Kölner, ein Fachgeschäft aufzusuchen. „In diesem Fall ist das Internet kein guter Ratgeber“, betont er. In Sachen Einstellmöglichkeiten, Gewicht, Belüftung oder Passform gibt es diverse Unterschiede, die sich nicht zuletzt im Preis bemerkbar machen. Im Fachhandel können sich Kunden beraten lassen und verschiedene Modelle testen.

Praktische und sichernde Helfer

Allgemein

Helm ist nicht gleich Helm – je nach Modell sind zahlreiche Zusatzausstattungen dabei oder ergänzend erhältlich.

Regenüberzug

„Helme mit Belüftungsöffnungen haben viele Vorteile. Sie beugen einem Hitzestau vor und sind zudem Leichtgewichte“, erklärt Doris Barberka, Fachberaterin bei Fahrrad XXL Feld. Kehrseite: Bei Regen werden die Haare nass. Spezielle Schutzüberzüge leisten Abhilfe. Es gibt sie in diversen Modellen und Farben. Beim Kauf am besten testen, welcher Überzug passt. 

Bedürfnisse prüfen

„Wer zum Beispiel auch im Winter Fahrrad fährt, sollte einen Helm aussuchen, unter den man eine dünne Mütze ziehen kann“, sagt Behrendt. Alternativ gibt es Modelle, an die Ohrenschützer geklippt werden können. Von Sporthelmen mit aerodynamischen Komponenten rät der Experte dem „Otto-Normal-Fahrer“ ab: „Wenn es zum Sturz kommt, ist eine glatte Helm-Oberfläche sicherer als eine mit Ecken und Kanten. Die kann sich verhaken und den Hals- und Kopfbereich verdrehen.“

# textline

Rechtzeitig austauschen

Auffällig sei, dass viele Radfahrer ihren Helm zu weit hinten tragen. Seine Schutzfunktion erfüllt er allerdings nur, wenn er weit in der Stirn getragen wird. Ist das Oberflächenmaterial beschädigt, sei es auch nur ein kleiner Riss oder eine Delle, muss ein neuer Protektor her. „Die Stabilität des Helms ist dann nicht mehr gewährleistet“, betont Behrendt.

TIPP: Auf den Prüfsiegel achtenTÜV-, GS- und CE-Siegel – meist auf der Innenseite des Fahrradhelms aufgeklebt – stehen für geprüfte Sicherheit. Die europäische Prüfnorm EN 1078 zeigt an, dass die Qualität des Helms überwacht wird und er den grundlegenden Sicherheitsanforderungen entspricht.